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Kante und Krawall

Modellpflege für das günstigste aller Porsche-Modelle: Nun bollern auch im 718 Cayman rüpelige Vierzylinder-Boxermotoren.

Lauter irritiert dreinschauende Schweden am Strassenrand. Kaum Verkehr in Malmö, da fällt so eine Porsche-Kolonne natürlich schon auf. Gut möglich, dass es auch an den Farben liegt: Miami-Blau, Lava-Orange, Racing-Gelb. Auf Karosserien aufgetragen, der Blech gewordene Schrei nach Aufmerksamkeit. Solche Töne wurden eigentlich schon in den 1980ern von der Geschmackspolizei aus dem Verkehr gezogen, weil zu sehr Seventies. Einem718 Cayman stehen sie allerdings ausgezeichnet; als optisches i-Tüpfli auf diesem so erfrischend ungeniert halbstark wirkenden Basis-Porsche; dem günstigsten überhaupt.

Aus dem Cayman wird mit der Modellpflege der 718er, die Nummer muss jetzt sein bei Porsches Sportwagen. Aber die Zäsur macht auch Sinn, weil nun auch im geschlossenen Mittelmotor- Coupé wie schon im offenen Boxster die Zeit der Vierzylinder-Boxermotoren anbricht. Zukünftige CO2-Grenzwerte mit den alten Sechszylindern erreichen? «Utopisch», bestätigt Markus Baumann, Teamleiter in der Entwicklung der Boxermotoren. Und dann berichtet er, wie schwierig es war, die neuen Vierzylinder mit zwei oder zweieinhalb Liter Hubraum zwischen Sitzlehnen und Hinterachse zu versenken. Zwei Zylinder weniger, ja, aber dafür mussten Turbolader und voluminöse Ladeluftkühler untergebracht werden, um dennoch standesgemässe Leistung zu sichern. Der Basis- Cayman kommt so nun auf 300, die S-Version mit einem Lader mit variabler Turbinengeometrie auf 350 PS.

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