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Völlig verrückt

Die Optik der ersten Panamera­-Generation sorgte für Stirnrunzeln, aber mit der Neuauflage erfüllt Porsche nun die Erwartungen.

Porsche­-Designchef Michael Mauer bei der Präsentation des neuen Panamera in Berlin: «Charakter bewahrt, Schwächen ausgeräumt». Foto: Porsche
Porsche­-Designchef Michael Mauer bei der Präsentation des neuen Panamera in Berlin: «Charakter bewahrt, Schwächen ausgeräumt». Foto: Porsche

«Quasimodo», «Buckelwal» oder «Moby Dick.» Die Welt war nicht gut zur ersten Generation des Porsche Panamera, als sie vor sieben Jahren lanciert wurde. Diese seltsame Wölbung im Heck, also bitte, geht gar nicht. Und überhaupt, wer erwartet schon eine viertürige Limousine von Porsche? Mit diesem Auto demoliere die Marke ihr Image, versenke sinnlos Investitionen und steuere geradewegs in den Abgrund, auf jeden Fall. Porsche­Freunde können griesgrämig reagieren, wenn ihre Lieblingsmarke mal was Neues ausprobiert. Jetzt steht CEO Oliver Blume entspannt im Berliner Motorenwerk und grinst still in sich hinein. Sonst rummst in der alten Industriehalle Techno oder grollen die Metal­Gitarren; der passende Ort für Extravaganz abseits des Gewöhnlichen. Rund 150'000 Exemplare des unmöglichen Autos hat Porsche aller Unkerei zum Trotz abgesetzt. Mit den Erlösen im Sack kann Blume heute gelassen auf den Punkt bringen, was damals die Auguren der Automobilbranche dachten: «Sie haben uns für verrückt erklärt.» Der Wahnsinn geht nun mit der neuen Panamera­Generation in die zweite Runde.

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