Englishman in New York

Mit «Englishman in New York» hat Sting 1988 einen Welthit gelandet. Das will Jaguar mit dem in New York gezeigten neuen XF auch.

Sparer oder Sportler: Der neue Jaguar XF steht den Spagat elegant. Foto: Jaguar

Sparer oder Sportler: Der neue Jaguar XF steht den Spagat elegant. Foto: Jaguar

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Wenn Jaguar den neuen XF nach dessen spektakulärem Stunt hoch über den Londoner Docklands und der Publikumspremiere in New York im Herbst von der Leine lässt, dann wird es für Audi, BMW und Mercedes mal wieder ein bisschen unkomfortabler in der gehobenen Mittelklasse. Nicht dass die Limousine aus dem Königreich den deutschen Platzhirschen richtig gefährlich werden könnte. Doch dank konsequentem Leichtbau, rekordverdächtigen Verbrauchswerten und einem zeitgemässen Interieur schliesst Jaguar zumindest bei der Ingenieurskunst auf: Vorsprung durch Technik – das könnte man jetzt auch mal auf Englisch schreiben.

Was die zweite Auflage des XF auszeichnet, das ist seine Architektur aus Aluminium. Denn nach dem neuen Einstiegsmodell XE, dem Flaggschiff XJ und dem Sportwagen F-Type wird nun auch die letzte Baureihe der Briten auf eine Leichtbau-Konstruktion umgestellt und speckt so bis zu 4 Zentner ab. In einzelnen Varianten bis zu 80 Kilo leichter als die Konkurrenz, mit einem cW-Wert von 0,26 betont windschnittig gezeichnet und obendrein mit den ganz neuen und sparsamen Ingenium-Dieseln aus dem XE befeuert, wird die E-Klasse aus England so plötzlich zum Effizienz-Meister. Denn 3,9 Liter Verbrauch und ein CO2- Ausstoss von 104 Gramm pro Kilometer für den 163-PS-Diesel des Basismodells sind top.

Vorerst maximal 380 PS

Weil Jaguar aber seine sportliche Tradition pflegt, gibt es zwei weitere Diesel mit 180 und 300 PS. Und bei den Benzinern steigen die Briten gleich mit aufgeladenen V6-Motoren mit bis zu 380 PS ein. Und es braucht nicht viel Fantasie, schon mal auf einen V8-Motor mit über 500 PS im XF R zu tippen. Apropos tippen: Die Programmierer haben für den XF ein digitales Cockpit entworfen, darüber ein Head-up-Display integriert und in der Mittelkonsole einen 10,2 Zoll grossen Bildschirm für das Infotainmentsystem eingebaut. Das dürfte genügen, um auch den XF zum Hit zu machen. Wie sang Sting doch? «Be yourself no matter what they say. I’m an alien, I’m a legal alien, I’m an Englishman In New York.» (tg/lie)

Erstellt: 06.04.2015, 17:46 Uhr

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