Zum Hauptinhalt springen

Keanu und die Milliarden

China ist der Automarkt der Zukunft. Das wissen alle. Doch niemand gibt für die «Eroberung» so viel Geld aus wie die Volkswagen-Gruppe.

Salon auf Chinesisch: Das Militär geht vor dem Porsche 911 GT3 in die Knie, grosse und kleine Jungs fotografieren die Autos, die Frau sorgt für Sauberkeit.
Salon auf Chinesisch: Das Militär geht vor dem Porsche 911 GT3 in die Knie, grosse und kleine Jungs fotografieren die Autos, die Frau sorgt für Sauberkeit.
Dieter Liechti
VW-Boss Winterkorn: «Wir sind auch chinesisch.»
VW-Boss Winterkorn: «Wir sind auch chinesisch.»
United Pictures
Hostessen im Land des Lächelns.
Hostessen im Land des Lächelns.
Dieter Liechti
1 / 8

In China ticken die Uhren anders. Das ist kein Witz, sondern Tatsache. Zum einen hat das mit der Zeitzone zu tun, zum andern mit der Tatsache, dass man sich in Shanghai selbst eine Hublot für umgerechnet 100 Franken kaufen kann. Die sieht dann auf den ersten Blick ziemlich echt aus, wird aber von einem billigen Uhrwerk angetrieben. Das funktionierte in der Vergangenheit auch bei den grossen Automessen in China: Nebst den «Ausländern» sorgte vor allem einheimisches Schaffen, also Kopierware, für einen hohen Unterhaltungswert. Doch diese Zeiten sind vorbei: Dank Joint Ventures mit den grossen Playern aus den USA, Europa und Japan holen die chinesischen Hersteller technologisch auf. Aber vor allem fährt der einheimische Markt trotz verstopften Strassen auf der Überholspur – alte Autos? Fast Fehlanzeige. Nur die Taxis (VW Santana) auf den Strassen der Glitzermetropole Shanghai erinnern noch an die düsteren Zeiten.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.