Ford gibt Vollgas – mit Strom

Vom Kleinwagen bis zu den leichten Nutzfahrzeugen bietet Ford Europa künftig von jedem Modell mindestens eine elektrifizierte Variante an. Die SUV-Palette wird weiter ausgebaut.

Der Ford Kuga ist ab 2020 auch in drei Hybrid-Varianten erhältlich. Foto: PD

Der Ford Kuga ist ab 2020 auch in drei Hybrid-Varianten erhältlich. Foto: PD

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«Ford – die tun was», hiess es früher. «Ford – Go Further», heisst es heute. Und unter diesem Slogan präsentierte der Hersteller in Amsterdam einen Ausblick auf die Produkte, die in den kommenden Jahren zu erwarten sind. Elektrifizierung ist dabei das Schlüsselwort, und zwar quer durch die breite Modellpalette. Ford kommt vielleicht etwas spät damit, aber tatsächlich: Die tun was.

Geschaffen für Familien

Derzeit gibt es zwei wichtige Strömungen im Automarkt: SUV boomen nach wie vor, und Elektroautos werden ordentlich gepusht. Wer vorne dabei sein will, muss beides bieten können. Beim Thema SUV spielt Ford gross auf. Zunächst sind da die beiden neuen Modelle, die bald auf den Markt kommen: im Herbst der neue Explorer, etwas später dann die neue Generation des Kuga. Ausserdem wird es eine SUV-Variante auf Basis des Kleinwagens Fiesta geben.

Dieser neue Crossover heisst Puma, genau wie das erfolglose Sportcoupé, das zwischen 1997 und 2001 gebaut wurde. Stuart Rowley, Präsident von Ford Europa, schürt hohe Erwartungen: «Wir haben beim neuen Puma alles getan, damit unsere Kunden das beste Auto fahren können, das sie je besessen haben – mit bildschönem Design und maximaler Flexibilität.» Für den Antrieb wird ein 1-Liter-3-Zylinder-Turbomotor mit 48-Volt-Mildhybridsystem sorgen, die Markteinführung ist per Anfang 2020 geplant.

Dass Ford den Puma als SUV reaktiviert, ist eine Überraschung; dass die Kölner nun auch den Explorer nach Europa bringen, ebenfalls. Der Topseller aus den USA ist mit 5,05 Meter Länge am oberen Ende des noch Erträglichen für die hiesigen Strassenverhältnisse, bietet dafür aber sieben vollwertige Sitzplätze, einen riesigen Kofferraum mit bis zu 2274 Liter Ladevolumen und eine Anhängelast von bis zu 2,5 Tonnen.

Der Explorer kommt ziemlich stattlich daher und bietet etwa einen riesigen Kofferraum. Foto: PD

«Der neue Explorer ist wie geschaffen für Familien mit grossem Platzbedarf und einer Vorliebe für Abenteuerlust. Darum war es für uns so wichtig, dass er auch mit seinem Plug-in-Hybrid-Antrieb alles ziehen kann – vom Pferdeanhänger bis zum Bootstrailer», sagt Chefingenieur Matthias Tonn. «Deshalb haben wir uns für ein parallel geschaltetes Hybridsystem entschieden, bei dem sich die Leistung beider Motoren addieren lässt.» Eine Kombination aus 3-Liter-V6-Benziner und Elektromotor erzeugt eine Leistung von 450 PS und sorgt für glänzende Verbrauchswerte, zumindest im WLTP-Messverfahren: 3,4 Liter auf 100 Kilometer soll der allradgetriebene Koloss schaffen, die rein elektrische Reichweite beträgt gemäss Hersteller 40 Kilometer.

16 Elektromodelle

Ein Altbekannter in Europa ist der Kuga. Der Kompakt-SUV kommt 2020 in dritter Generation auf den Markt, und das nicht nur mit Diesel- oder Benzinmotoren, sondern auch gleich in drei Hybridvarianten. «Eine einzige Technologie, die allen Ansprüchen gerecht wird, gibt es bei der Elektrifizierung der Mobilität nicht, denn dafür sind die Anforderungen zu unterschiedlich», sagt Jörg Beyer, Leiter der Produktentwicklung. Daher habe man diese «nuancierte Antriebsstrang-Strategie» entwickelt. Das Spektrum reicht von einem Diesel-Mildhybrid (48 Volt) mit Zahnriemen-Starter-Generator über einen Vollhybrid mit 2,5-Liter-Benzinmotor, der wahlweise mit Allradantrieb angeboten wird, bis zum sparsamen Plug-in-Hybrid-Modell, das gemäss WLTP-Messung 1,2 Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen und 50 Kilometer weit rein elektrisch fahren soll.

Apropos elektrisch: Ford hat an der Veranstaltung in Amsterdam 16 elektrifizierte Modelle vorgestellt, von denen 8 noch in diesem Jahr auf den Markt kommen werden. Dazu zählen die Mildhybrid-Varianten (48 Volt) von Fiesta und Focus, die oben beschriebenen Hybrid-Varianten von Explorer, Kuga und Puma, aber auch die Vollhybrid-Variante des Mondeo Kombi.

Darüber hinaus wird Ford auch im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge «elektrisieren»: etwa mit dem Tourneo Custom als innovativem Plug-in-Hybrid, bei dem der Antrieb ausschliesslich über den Elektromotor erfolgt und ein kleiner Benzinmotor nur als Generator eingesetzt wird. Oder mit der batterieelektrischen Variante des legendären Transit, die in zwei Jahren auf den Markt kommen soll und vor allem im innerstädtischen Lieferbetrieb eingesetzt werden kann.

Inspiration Mustang

Ford, so scheint es also, ist für die Zukunft gut aufgestellt. Dass die Elektrifizierung der Modellpalette nicht langweilig sein muss, zeigte der Hersteller zudem anhand einer vorerst nur wörtlichen Ankündigung: Als besonderes Schmankerl wird nämlich bald ein rein elektrisch angetriebener SUV vorgestellt, dessen Design «vom Mustang inspiriert» sein soll. Darauf darf man sicher gespannt sein.

Der Besuch am «Go Further»-Event in Amsterdam erfolgte auf Einladung von Ford Schweiz.

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Erstellt: 22.04.2019, 22:23 Uhr

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