«S» wie sportlich?

Ford hat dem neuen S-Max Spritzigkeit und bezahlbare Technik spendiert. Ein Familienauto, das auch dem Fahrer Spass macht.

Soll ab kommendem Herbst Familie und Fahrer begeistern: Der neue Ford S-Max ist ebenso praktisch wie – auf Wunsch – auch sportlich. Foto: Ford

Soll ab kommendem Herbst Familie und Fahrer begeistern: Der neue Ford S-Max ist ebenso praktisch wie – auf Wunsch – auch sportlich. Foto: Ford

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Haben Sie sich auch schon einmal darüber gewundert, wofür das «S» in der Modellbezeichnung S-Max von Fords erfolgreichem Familienvan eigentlich steht? Maximal sportlich? Oder maximal sexy? Stilvoll? Ford selbst macht dazu nämlich keine Angaben, und anders als beim kleineren Bruder C-Max, dessen «C» sich auf die Plattform bezieht, auf der das Auto aufgebaut ist, gibt es bei Ford keine Plattform S.

«S» wie Sicherheit

Das lädt zu Spekulationen ein. Beginnen wir mit «S» für Sicherheit: Der neue SMax, der in seiner zweiten Generation im September auf den Schweizer Markt kommt, steckt voller Assistenzsysteme, die den Fahrer im Verkehr unterstützen sollen. Beispielsweise der neue Tempomat – er erkennt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit mithilfe von Kameras und dem Navigationssystem und drosselt selbstständig das Gas, wenn das Limit erreicht ist. Damit lassen sich Bussen zwar bequem vermeiden, doch man nötigt dem Fahrer auch eine weitere elektronische Kontrollinstanz auf. Allerdings kann der Fahrer den elektronischen Kontrolleur mit dem Gaspedal ganz einfach entmündigen.

Ausschalten lassen sich auch die Parkassistenz, die Spurhaltehilfe und die neue adaptive Lenkung, die es ab Oktober als Option gibt. Dabei verstärkt ein Elektromotor die Lenkkraft bei niedrigem Tempo. So lässt sich der 4,8 Meter lange und 1,92MeterbreiteNeulingsohandlichund wendig wie sein kleiner Bruder C-Max bewegen. Und weil die Lenkkraft bei hohem Tempo gedrosselt wird, wechselt er die Spuren gediegen und gelassen wie eine Luxuslimousine. Nicht ausschalten lässt sich hingegen das Pre-Collision-Assist- System – die aktive Kollisionsüberwachung des Verkehrs in Fahrtrichtung. Droht ein Zusammenstoss, warnt der SMax den Fahrer zuerst visuell und akustisch vor der Gefahr und bremst dann bei einer als sicher geltenden Kollision selbst.

«S» wie stilvoll

Das S könnte aber auch für stilvoll stehen. Der einst so spannende S-Max der ersten Generation ist optisch in die Jahre gekommen, was Ford Schweiz auch bei den Verkaufszahlen spürt: Der einstige Verkaufshit wurde im vergangenen Jahr nur noch 472-mal verkauft. Das soll sich im Herbst wieder ändern, denn auch der S-Max wartet dann mit der neuen, viel attraktiveren Fordfront auf. Das Auto wirkt im Vergleich zum aktuellen Modell schlanker, eleganter und dynamischer und dürfte so auch Familienväter (und -mütter) ansprechen, die ein ebenso praktisches wie sportliches Automobil suchen.

«S» wie sportlich und sparsam

Sportlichkeit – ein weiteres «S» – ist dem Sport Activity Vehicle, wie Ford den SMax bezeichnet, unter Haube und Hintern nicht fremd. Vor allem der gefahrene 2-Liter-Benziner mit 240 PS macht trotz hohem Gewicht viel Spass – dank den adaptiven Dämpfern des Sportfahrwerks vor allem auf kurvigen Strecken und dank der Tatsache, dass sich das 6-Gang-Getriebe sehr präzise und ohne Anstrengung schalten lässt. So beschleunigt der neue S-Max mit dem Topmotor in 8,4 Sekunden auf Tempo 100. Neben zwei Benzinern hat Ford auch vier Varianten mit Dieselmotor im Angebot, darunter eine Version mit Allradantrieb mit 180 PS sowie eine Bi-Turbo-Variante mit 210 PS. Beides gemeinsam im selben Auto gibt es indessen nicht. Mit neun Motor- und Getriebe-Varianten ist für Abwechslung gesorgt und für (fast) jeden Geschmack etwas dabei. Ebenso vielseitig zeigt sich der S-Max im Innern. Mit den sieben Sitzen lassen sich total 32 Sitzkombinationen finden. Besonders praktisch: Die Sitze im Fond klappen auf Knopfdruck zusammen und bilden einen komplett flachen Boden, der im besten Fall grosszügige 2200 Liter Kofferraum bietet.

«S» wie Spracherkennung

Freude bereitet auch das neue, hochwertigere Interieur. Das Cockpit wird zwar keinen Preis für das schlichteste Design gewinnen, es wirkt trotzdem zeitgemäss und modern. Zudem können sich Fahrer und Beifahrer während der Fahrt von ihren Sitzen massieren lassen – sofern diese Option auf der Checkliste angekreuzt wurde. Viele Einstellungen nimmt der Fahrer über den grossen Touchscreen vor. Navigationsbefehle können zusätzlich mündlich der Sync- 2-Spracherkennung gegeben werden. Das System erkennt aber auch andere Wünsche. Wer unter einer plötzlichen Hungerattacke leidet, befiehlt einfach: «Ich habe Hunger», worauf Sync 2 nach einem Restaurant in der Nähe, oder im Umkreis des Zielorts sucht.

«S» wie sättigend

Das gäbe dann ein zusätzliches «S» für sättigend. Auch deshalb, weil das Portemonnaie geschont wird und, gemessen an Ausstattung und gebotener Technologie, ein schlanker Preis winkt: Die Einstiegsvariante Ambiente mit schwächstem Motor und einfachster Ausstattung (2-Liter-Diesel/120 PS) kostet nach Abzug des Eurorabattes 30 515 Franken, die teuerste Titanium-Ausführung mit Allradantrieb rund 42 600 Franken. Damit liesse sich die S-Analogie beliebig mit Begriffen wie sparsam, schlank, spritzig, spassig und mehr weiterführen. Oder aber einfach: Super.


Jan Graber fuhr den neuen S-Max auf Einladung der Ford Motor Company (Switzerland) SA am 16./18. April auf der Baleareninsel.

Erstellt: 27.04.2015, 18:37 Uhr

Entwirrt und hochwertiger: Das neue Layout des S-Max-Cockpits mit dem grossen Touchscreen.

Ford S-Max

Modell: Sports Active Vehicle (Grossraumlimousine) mit 5 bis 7 Plätzen.
Masse: Länge 4796 mm, Breite 1916 mm, Höhe 1655–1658 mm, Radstand 2849 mm.
Kofferraum: 285 Liter bis 2200 Liter.
Motoren: Zwei Benziner mit 160 und 240 PS, vier Diesel mit 120 bis 210 PS.
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 8,4 bis 13,4 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit von 183 bis 226 km/h.
Verbrauch: 5,0 bis 8,9 Liter/100 Kilometer.
CO2-Ausstoss: 129 bis 204 Gramm/Kilometer.
Markteinführung: September.
Preise: ab 35'900 Franken (30'515 Franken mit bereits abgezogenem Eurorabatt von 16 Prozent).
Info: www.ford.ch

Artikel zum Thema

Japanische Variationen

Die japanischen Veredler Kejii Kawakita und Kenji Nagai haben die brave BMWK 1600 GTL aus dem Dornröschenschlaf geholt. Mehr...

Audi produziert Diesel aus Ökostrom, Wasser und CO2

Eine Forschungsanlage in Dresden produzierte erste Mengen des Audi e-Diesel. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Vergleichsdienst

Finden Sie in nur fünf Schritten die optimale Versicherung für Ihr Auto.
Jetzt vergleichen.

Blogs

Mamablog Nehmt euch Zeit fürs Kranksein!

Geldblog Vorsicht beim Verrechnungsverzicht!

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Die Welt in Bildern

Zum Wiehern: Ein Pferd scheint sich in Feldberg im Schwarzwald über die weisse Pracht zu freuen. (18. November 2019)
(Bild: Patrick Seeger) Mehr...