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Neue Spass- und Spar-Varianten für Audi A6

Audis A6 ist in Form: Er belegt weltweit Platz 1 im Segment der oberen Mittelklasse. Trotzdem hat Audi den A6 nachgeschärft – denn bei BMW und Mercedes stehen neue Konkurrenten parat.

Die Front des neuen Audi A6 wirkt weniger wuchtig als beim Vorgänger, das neue Heck sieht aus wie beim A4.
Die Front des neuen Audi A6 wirkt weniger wuchtig als beim Vorgänger, das neue Heck sieht aus wie beim A4.
Audi

1,3 Millionen Audi A6 sind seit dem Modellwechsel im Jahr 2004 weltweit verkauft worden. Alleine 234'000 Einheiten im vergangenen Jahr. «Das entspricht einem Marktanteil im Kern-Wettbewerbsumfeld von 37 Prozent», freut man sich bei Audi. Auch in der Schweiz läuft der Bestseller noch immer sehr gut: Im ersten Halbjahr 2008 hat Audi 1357 A6 verkauft. Zum Vergleich: In derselben Zeitspanne konnte BMW 996 Exemplare der 5er-Reihe verkaufen, Mercedes musste sich bei der EKlasse mit 777 Autos begnügen.

Also besteht in Ingolstadt eigentlich kein Grund zu Hektik. Doch weil BMW den neuen Fünfer und Mercedes die neue E-Klasse im kommenden Jahr an den Start stellen, hat Audi den A6 optisch und technisch aufgefrischt.

Dynamischere Frontansicht

Von vorne verpassten die Designer dem eleganten A6 deutlich mehr Dynamik: So hat die neu gezeichnete Schürze grössere Lufteinlässe und neue Nebellampen bekommen, zudem wirkt der überarbeitete Singleframe sportlicher und weniger protzig. Besonders auffällig ist das helle Tagfahrlicht, das jetzt die meisten neuen Audi-Modelle ziert: Beim A6 sind es nun, in Verbindung mit dem Bi-Xenon-Licht, 6 LEDs auf jeder Seite. Alles in allem tönt das zwar nicht nach sehr viel, aber diese Änderungen im Frontbereich lassen den Vorgänger im direkten Vergleich fast ein wenig plump wirken.

Das gilt zwar auch für das Heck, an dem serienmässige LED-Leuchten nun signalisieren, dass hier ein A6 fährt. Oder ein A4? Denn durch die neu gezeichneten Lampen der Limousine sieht der A6 von hinten jetzt aus wie ein A4. Ob das allen A6-Käufern passen wird?

Neue Spar- und Spassmotoren

Mit solchen Fragen wird die Technikabteilung bei Audi ganz bestimmt nicht konfrontiert. Denn sie hat ihre Hausaufgaben gelöst: «Mehr Leistung bei weniger Verbrauch», hiess die Zielvorgabe, und die wurde souverän ereicht. «Im Durchschnitt verbrauchen unsere Motoren jetzt 15 Prozent weniger Treibstoff», freut man sich bei Audi.

Dafür sind nicht nur die überarbeiteten Aggregate zuständig, sondern in gleichem Masse zwei Neuheiten, die im A6 präsentiert werden: eine Sparvariante und eine Spassvariante.

Als A6 2.0 TDIe soll der Audi einen Durchschnittsverbrauch von nur 5,3 Liter und einen CO2-Ausstoss von 139 Gramm erreichen. Dazu griff man bei Audi tief in die Trickkiste: So verfügt der neue Spar-A6 über eine Energierückgewinnung im Schubbetrieb, eine bedarfsgesteuerte Servopumpe für die Lenkung und eine um 20 Millimeter tiefer gelegte Karosserie. Zudem wurde die Aerodynamik erneut optimiert, das Getriebe in den Gängen 5 und 6 länger übersetzt, und die Reifen rollen widerstandsoptimiert ab.

Aber auch der Fahrer wird unterstützt: Eine Schaltpunktanzeige gibt optisch den jeweils optimalen Gang vor. Das macht Sinn, denn Studien haben längst bewiesen, dass das Sparpotenzial beim Fahrer oder der Fahrerin mit Abstand am höchsten ist: Bis zu 30 Prozent Treibstoff kann der behutsame und kluge Umgang mit dem Gas- und Bremspedal einsparen.

3.0 TFSI: Kompressor statt Turbo

Ganz andere Ziele verfolgt Audi mit dem neuen 3.0 TFSI: Der 3-Liter-Sechszylinder leistet 290 PS. Dabei steht das T in der Motorenbezeichnung nicht etwa für Turbo, sondern laut Audi für «Aufladung generell». Und geladen ist er, der Neuling: den Spurt von 0 auf Tempo 100 schafft er in 5,9 Sekunden. Das überrascht nicht, denn Audi verspricht dank dem Einsatz eines Kompressors im Vergleich zum Doppelturbo ein deutlich besseres Ansprechverhalten und ein üppiges Drehmoment von 420 Newtonmeter im Drehzahlbereich von 2500 bis 4850 Umdrehungen pro Minute.

Dank dieser Leistungsreserve kann der Fahrer des A6 3.0 TFSI problemlos auf die modischen Schaltwippen am Lenkrad verzichten, denn die sanft schaltende 6-Gang-Tiptronic kann das bestens und sorgt dafür, dass der Verbrauch die 9,4-Liter-Marke auf 100 Kilometer nicht überschreitet.

Quattro mit neuer Kraftverteilung

Bestens funktioniert auch der Allradantrieb Quattro, mit dem Audi seinerzeit den «Vorsprung durch Technik» in Gang gesetzt hat. Neu werden 60 Prozent der Kraft an die Hinterräder geleitet, 40 Prozent nach vorne, und auf glatter Fahrbahn wird die Kraft an die Achse geschickt, die mehr Traktion hat. Audi verspricht sich davon nicht nur mehr Fahrspass und eine hohe Fahrdynamik, sondern «starke Traktion und souveräne Sicherheit».

Apropos Sicherheit: Wer sich nicht vor der langen Aufpreisliste bei Audi fürchtet, kann seinen A6 mit jeder Menge Assistenzsysteme aufrüsten: Egal ob Toterwinkelwarner, Abstandstempomat, Spurhalteassistent oder ein Parkassistenten mit Rückfahrkamera – dem neuen Audi A6 scheinen kaum Grenzen gesetzt.

Dieter Liechti fuhr die neuen A6-Modelle auf Einladung von Audi am 11./12. September in Deutschland.

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