Batmobil gefällig?

In den USA kommt das Ur-Batmobil aus den 60ern unter den Hammer. Sein Schöpfer war George Barris, Erfinder des Auto-Customizings. Dieser trennt sich nun von seinem Meisterwerk.

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Eines der spektakulärsten Requisiten der Filmgeschichte wird versteigert: Das Batmobil aus den Sechzigerjahren, der schwarze Flitzer von Superheld Batman, wird im Januar in den USA versteigert. Das Batmobil erschien zuerst in der Fernsehserie und diente später Schauspieler Adam West auch in der Kinoverfilmung von 1966 als düsenbetriebener Schlitten.

Schöpfer des Batmobils war der heute 87-jährige George Barris, der mit seinem Bruder Sam schon im Highschool-Alter die ersten Autos nach eigenem Gutdünken umbaute. Die beiden gelten als Pioniere des sogenannten Customizings, des Umbauens von Autos nach eigenem Geschmack, wie dies unter anderem die MTV-Sendung «Pimp My Ride» breit bekannt gemacht hatte. Die Kustomizer George und Sam Barris, wie sie genannt wurden, choppten als Erste einen 1949er Mercury – das heisst, sie veränderten die Karosserie so, dass das Dach einige Zentimeter tiefer zu liegen kam.

Beim Modellbauen geübt

Seine Kenntnisse, die er sich ursprünglich beim Modellbauen angeeignet hatte, verhalfen Barris 1956 zu einem Auftrag der Fernsehstudios 20th Century Fox. Sie brauchten einen Wagen, mit dem Batman seine Feinde abschütteln konnte.

Wie die «Los Angeles Times» schreibt, baute Barris das Batmobil schliesslich in nur 15 Tagen zum Preis von 15'000 Dollar. Als Grundlage nahm er den legendären Konzeptwagen Lincoln Futura aus dem Jahr 1955.

«Peng, puff, bumm»

«Ich sah das Skript und darin stand: ‹Peng, puff, bumm›», sagte Barris der «Los Angeles Times». «Das war genau das, was ich von diesem Wagen erwartete. Er sollte ein gleich starker Charakter wie die Schauspieler sein.»

Seit die Fernsehserie 1968 eingestellt wurde, war das Batmobil in Barris' Firma ausgestellt. Den Wagen nun zu verkaufen, ist für ihn nicht einfach: «Es ist schwierig, mich davon zu trennen. Ich hoffe, dass der glückliche Käufer gleich viel Spass damit hat, wie ich ihn hatte.» (mw/AFP)

Erstellt: 30.11.2012, 09:38 Uhr

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