Vorgestellt und schon vergriffen – der Ferrari FXX K

1050 PS und ein maximales Drehmoment von mehr als 900 Nm – ein teurer Spass für handverlesene Kunden.

Frohe Weihnachten für Ferrari-Fans: Maranello zeigte am Wochenende in Abu Dhabi den 1050-PS-Sportler FXX K. Foto: Ferr

Frohe Weihnachten für Ferrari-Fans: Maranello zeigte am Wochenende in Abu Dhabi den 1050-PS-Sportler FXX K. Foto: Ferr

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Was Ferrari seiner Stammkundschaft kurz vor Weihnachten in Briefkasten und Mailbox packt, ist der erste Fotosatz des heissesten Hengstes, der je ein Cavallino Rampante auf der Haube hatte. Am Wochenende konnte man den Überflieger in Abu Dhabi das erste Mal bewundern, und ab dem nächsten Jahr wird er an ein paar handverlesene Kunden zu einem noch nicht genannten Preis ausgeliefert. Zwar wird er sicher deutlich teurer als der LaFerrari, der ja auch schon eine gute Million Euro kostet. Aber Reichtum allein wird nicht reichen. Denn Ferrari will es genauso machen wie beim Vorgänger FXX und den neuen FXX K nur an solche Kunden verkaufen, die auch schon einen LaFerrari in der Garage haben. Und der ist längst komplett ausverkauft.

Hybridsystem mit 1050 PS

Technisch ist der FXX eine Weiterentwicklung des LaFerrari, bei dem sich die Entwickler in Maranello von allen Vorschriften befreit haben. Denn der Tiefflieger mit den markanten Leitwerken am Heck pfeift nicht nur auf die Strassenverkehrs-Zulassung, sondern er will auch in kein Renn-Reglement passen. «Absolut kompromisslos» sei der 2-Sitzer entwickelt worden, sagen die Italiener und schwören ihre Fangemeinde auf ein «vollkommen neues Fahrerlebnis » ein. Dafür steht der weiterentwickelte Hybridantrieb des LaFerrari, der auf 1050 PS und ein maximales Drehmoment von mehr als 900 Nm kommt.

Zwar schweigen die Italiener zu den Fahrleistungen, doch wenn schon der La Ferrari die Tempo-100-Marke in deutlich unter drei Sekunden knackt, dürfte der FXX K nicht viel mehr als zwei Sekunden für den Standardsprint benötigen. Und 350, vielleicht sogar 375 km/h sollten für ihn eine leichte Übung sein. Garant für diese Explosion im Vortrieb ist ein spektakuläres Doppel aus einem 6,3 Liter grossen V12-Motor mit 860 PS und 750 Nm sowie einer E-Maschine, die noch einmal 190 PS und wohl um die 200 Nm beisteuert. Gespeist wird sie wie in der Formel 1 von einem KERS-System, dessen Strategie der Fahrer auf Knopfdruck verändern kann: «Qualify» garantiert ein Höchstmass an Leistung auf einer begrenzten Anzahl von Runden, «Long Run» garantiert einen hohen Schnitt, «Manual Boost» ist für den kurzen, umso heftigeren Kick zwischendurch, und mit «Fast Charge» wird der Akku schneller geladen.

Waffenschein statt Rennlizenz

Dazu gibt es für den 4,9 Meter langen, 2,06 Meter breiten aber nur 1,12 Meter flachen Sportler ein radikales Design, das kompromisslos auf aerodynamische Effizienz getrimmt ist. Rasiermesserscharfe Splitter an der Front, riesige Kiemen an der Flanke, an der Heckschürze einen Diffusor gross wie eine Schneefräse und auf dem Rücken zwei Leitwerke, die jeden Kampfflieger vor Neid erblassen lassen – für dieses Auto braucht man nicht nur einen Führerschein oder zumindest eine Rennlizenz, sondern eigentlich auch einen Piloten- oder einen Waffenschein. Zwar haben die Italiener das gut gehütete Geheimnis um den FXX-Nachfolger jetzt gelüftet und zumindest bei den Motordaten Schluss mit den Spekulationen gemacht. Doch eine Frage bleibt wie so oft unbeantwortet: Die nach dem Preis. Aber so skurril das klingt, gibt es kaum ein anderes Auto, bei dem diese Frage nebensächlicher sein dürfte. Denn wer sich darüber noch ernsthaft Gedanken machen muss, wird ohnehin nicht mehr zum Zuge kommen: Wie so oft bei Ferrari dürfte auch der FXX K längst versprochen und verkauft sein. (tg)

Erstellt: 08.12.2014, 17:53 Uhr

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