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Designobjekt im Renntrimm

Audi will sich nicht nur auf der Strasse gegen Porsche stellen. Mit einer GT3-Version soll der R8 ab der Saison 2009 auch auf der Rennstrecke glänzen.

Porsche-Jäger: Mit der GT3-Version des R8 will sich Audi auch auf der Rennstrecke mit Porsche duellieren.
Porsche-Jäger: Mit der GT3-Version des R8 will sich Audi auch auf der Rennstrecke mit Porsche duellieren.
Audi

Da werden die neuen Konzernherren in Stuttgart aber Augen machen: Während Porsche so langsam die absolute Macht über VW und alle Konzernmarken übernimmt, holt man bei Audi in Ingolstadt zum medienwirksamen Gegenschlag aus: Zumindest auf der Rennstrecke will die schöne Tochter der neuen Mutter zeigen, «wo der Hammer hängt», und fordert die Rundstrecken-Autos aus Zuffenhausen jetzt mit einer Motorsportvariante des R8 heraus. Während die Entwickler für die Strasse gerade letzte Hand an den offenen R8 Spyder legen, basteln sie deshalb für den Rennzirkus an einer GT3-Version, die aus dem eleganten Sportler ein echtes Flügelmonster macht.

Dabei werfen die Ingenieure getreu dem GT3-Reglement nicht nur den schweren Allradantrieb über Bord, sondern sie spendieren dem Wagen auch einen gewaltigen Heckflügel, eine tief nach unten gezogene Schnauze, eine FIA-geprüfte Sicherheitsausstattung und ein neues Sechsganggetriebe. Und vor allem befreien sie den V8-Motor im Heck des Tieffliegers von den Zwängen der Schadstoff- und Lärmschutzverordnungen. So steigt die Leistung des 4,2 Liter grossen Triebwerks um runde 20 Prozent und liegt nun bei «über 500 PS», locken die Bayern. Zu den Preisen sagen sie noch nichts. Doch ein Preisaufschlag von 30 bis 50 Prozent gilt deshalb als wahrscheinlich.

Dass Audi den Spitzensportler baut, der jetzt auf die Teststrecke geht und in der Saison 2009 zum ersten Mal starten soll, liegt allerdings nicht allein am familieninternen Wettstreit mit Beinahe-Konzernmutter Porsche. Sondern vor allem sei das ein Tribut an die zahlungskräftige Fangemeinde des Seriensiegers aus Le Mans, heisst es in Ingolstadt: «Seit der R8 vorgestellt wurde, haben wir sehr viele Anfragen nach einer Rennversion erhalten», sagt Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich. Denn kein anderes Auto der Bayern wäre dafür besser geeignet: «Der R8 ist der erste Serien-Audi, der den Namen und die Gene eines erfolgreichen Rennsportwagens trägt, und dadurch eine optimale Basis, um unser erstes grösseres Kundensport-Programm aufzubauen.»

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