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Mazda Kiyora: Ein Mini reinsten Wassers

Klein verkauft. Darum zeigt Mazda im Oktober in Paris den Kiyora – ein Ausblick auf einen zukünftigen Mazda?

Alleskönner: Der Mazda Kiyora fährt nicht nur, sondern macht auf der Fahrt aus Regenwasser auch Trinkwasser.
Alleskönner: Der Mazda Kiyora fährt nicht nur, sondern macht auf der Fahrt aus Regenwasser auch Trinkwasser.
Mazda

Ford hat den Ka, Mercedes den Smart, Toyota den iQ, Fiat den 500 und Renault den Twingo. Doch Mazda ist auf die grose Frage nach kleinen Autos die Antwort schuldig geblieben. Denn auch wenn die Japaner den Mazda 2 beim Generationswechsel auf die Länge von knapp vier Metern begrenzt haben, fehlt ihnen ein Winzling für das Gewühl der Grossstadt, der zugleich die CO2-Bilanz aufbessert. Doch die Lücke ist erkannt, und an einer Lösung wird gearbeitet. Das ist die Botschaft der Studie Kiyora, die Mazda für den Pariser Autosalon angekündigt hat.

Der Vorbote eines möglichen Mazda1stammt aus dem europäischen Designcenter bei Frankfurt und erinnert auf den ersten Blick ein bisschen an einen gestreckten Smart, dem es im Windkanal ein wenig zu stürmisch wurde. Doch das wie ein Wassertropfen in Blau- und Grüntönen lackierte Schaustück ist mit seinen 3,37 Metern nicht nur deutlich länger als der Zweisitzer aus Stuttgart, es bietet hinter den transparenten Flügeltüren aus Polycarbonat auch spürbar mehr Platz.

Dafür haben die Designer die beiden Sitze im Fond wie eine Sonnenliege mit flexiblen Stoffbahnen bespannt. Sollen hinten tatsächlich zwei Gäste mitfahren, können sie sich ganz bequem in das Tuch fallen lassen und sich wie auf jedem mormalen Sitz anschnallen. Und wer im leeren Auto mehr Kofferraum benötigt, kann von hinten einfach ein paar Tüten oder Taschen dagegenschieben und den Spielraum in der Gegenrichtung nutzen.

Das iPhone fährt im Mazda mit

Dazu gibt es im Kiyora wie bei jeder Studie ein paar Gimmicks, die fernab aller Serienchancen sind und allenfalls die Aufmerksamkeit erhöhen sollen. So schmiegt sich das Cockpit wie ein riesiges «U» um den Fahrer und übernimmt die Bilddarstellung des iPhones, mit der Tacho, Navigation oder Bordcomputer auf Fingerzeig verschoben werden können. Die schmutzige Stadtluft wird von einer Filterkartusche im Handschuhfach gereinigt, und selbst das Regenwasser bereitet der Kiyora auf. Wie ein Walfisch auf dem Rücken hat die Studie deshalb ein kleines Loch im Dach, von dem eine Rohrleitung zu einer von den Militärs erfundenen Frischwasser-Aufbereitungsanlage und weiter zu einer Trinkflasche führt. So wird man im Stau weder verdursten noch ersticken.

Weil Mazda mit dem Kiyora nicht nur urbane Kunden ansprechen, sondern auch die CO2-Bilanz verbessern will, haben die Japaner den Mini auf Diät gesetzt und das Gewicht auf etwa 900 Kilo gedrückt. Zudem spekulieren sie mit einer neuen Generation von Benzinmotoren, die mit Direkteinspritzung mehr Leistung bei weniger Verbrauch verspricht. «Unser Ziel ist 90 Gramm CO2 pro Kilometer», so der europäische Designchef Peter Birtwhistle. Zwar ist der Kiyora vorerst nur eine spannende Studie. Doch die Chancen auf eine Realisation sind nicht schlecht. Denn in keinem Segment ist die Nachfrage so gross wie bei den kleinen Autos.

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