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Spannung auf der Rennstrecke

Beim Lignières historique wurde erstmals ein 100-Runden-Rennen mit Elektroautos durchgeführt – ohne Lärm, ohne Emissionen, aber nicht ohne Emotionen.

Ohrenbetäubender Motorenlärm, Temporausch, volle Konzentration auf Ideallinie, Gegner und Sieg – so stellt man sich die Teilnahme an einem Autorennen vor, und dann das: Ich sitze entspannt am Volant, summe eine belanglose Melodie vor mich hin und lasse einen Gegner nach dem anderen kampflos an mir vorbeiziehen. Dann klingelt es über die Audioanlage. Ich drücke auf die Lenkradtaste mit dem Telefonsymbol. «Wie geht es dir?», meldet sich eine Männerstimme. «Gut», erwidere ich und lese vor, was mein Display meldet: 55 Prozent. Das sei prima, versichert mir die Stimme, worauf ich frage: «Kann ich jetzt schneller fahren?» Wobei «fragen » vielleicht der falsche Ausdruck ist – ich schreie eher, mit gespielter Hysterie, und zwar ungeachtet davon, dass es keinen Motorenlärm zu übertönen gibt. Im Zeitlupentempo über eine Rennstrecke zu rollen ist schliesslich zum Verrücktwerden und allmählich scheint mir, dass mich auch die Zuschauer für verrückt halten, wenn ich scheinbar auf Valium, Selbstgespräche führend an ihnen vorbeischleiche. «Nein, immer schön weiter so», beschwichtigt mich die Stimme von Beat Kilchenmann, der die Leitung des Nissan-Teams übernommen hat.

«Geschichte schreiben»

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