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Abstimmung über Zürcher BauprojektBadrans Widerstand gegen günstige Wohnungen – und die eigene Partei

SP-Nationalrätin Jacqueline Badran bekämpft das Projekt der Überbauung an der Thurgauerstrasse. Auch Genossenschaften sind skeptisch.

Auf dem Streifen zwischen Strasse und Einfamilienhäusern plant die Stadt 700 Wohnungen.
Auf dem Streifen zwischen Strasse und Einfamilienhäusern plant die Stadt 700 Wohnungen.
Foto: Urs Jaudas

Als «Meilenstein» preist André Odermatt die geplante Grossüberbauung an der Thurgauerstrasse in Zürich-Seebach. Die SP steht geschlossen hinter dem Prestigeprojekt ihres Hochbauvorstehers, das am 29. November zur Abstimmung kommt. Nun, nicht ganz geschlossen. Letzte Woche hat die SP-Nationalrätin Jacqueline Badran öffentlich dazu aufgerufen, Nein zu stimmen. Badran ist eine Expertin für Wohnbaupolitik. Grüne und AL, die linken Gegner der Vorlage, teilen fleissig ihr digitales Nein-Inserat.

Lange habe sie mit sich gerungen, sagt Jacqueline Badran. «Wir brauchen schnell mehr gemeinnützige Wohnungen.» Dies spreche für das Projekt. Gleichzeitig sei der jetzige Vorschlag einfach nicht gut, «ein Murks», zu teuer, zu wenig ökologisch, architektonisch monoton, die Durchmischung erschwerend. «Wenn wir das bauen, wird es mindestens 100 Jahre stehen bleiben.» Auf einem so wichtigen Grundstück könne sich die Stadt keine zweitbeste Lösung leisten, sagt Badran. Da müsse sie etwas Vorbildliches hinstellen, das auch die Umgebung miteinbeziehe.

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