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Begrüssung auf AbstandBAG sagt der Ghettofaust den Kampf an

In seiner neuen Kampagne rät das Bundesamt nicht mehr nur vom Händedruck, sondern auch von der Begrüssung mittels Fist Bump ab.

So ist es richtig: Viola Amherd und Ignazio Cassis begrüssen sich aus der Distanz mit einem Lächeln.
So ist es richtig: Viola Amherd und Ignazio Cassis begrüssen sich aus der Distanz mit einem Lächeln.
keystone-sda.ch
Diesem Begrüssungsritual hat das BAG hingegen den Kampf angesagt: Die Ghettofaust – wie hier Ende August zwischen Bundesrat Guy Parmelin und dem CVP-Nationalrat und Präsidenten des Schweizer Tourismusverbands Nicolo Paganini – soll ab sofort tabu sein.
Diesem Begrüssungsritual hat das BAG hingegen den Kampf angesagt: Die Ghettofaust – wie hier Ende August zwischen Bundesrat Guy Parmelin und dem CVP-Nationalrat und Präsidenten des Schweizer Tourismusverbands Nicolo Paganini – soll ab sofort tabu sein.
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Nicht ganz vorbildlich: BAG-Direktor Pascal Strupler und der oberste Kantonsarzt Rudolf Hauri geben sich Ende Juli den Ellbogen.
Nicht ganz vorbildlich: BAG-Direktor Pascal Strupler und der oberste Kantonsarzt Rudolf Hauri geben sich Ende Juli den Ellbogen.
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Nach dem Händeschütteln trifft es auch den Fist Bump: In einer neuen Kampagne will das Bundesamt für Gesundheit der Begrüssung mit Ghettofaust den Garaus machen. «Keine Hand, keine Faust, keine Umarmung: Begrüssung immer mit Abstand», steht auf dem pinken Plakatsujet des BAG.

Der Entscheid überrascht, denn sogar Bundesräte griffen schon auf die vermeintlich hygienische Alternative zum Händedruck zurück.

BAG warnt: «Hand ist Hand»

Jetzt ist die Faust ein No-go. Denn laut BAG ist der Fist Bump nicht besser als das Händeschütteln: «Hand ist Hand», sagt Adrian Kammer, Leiter Kampagnen beim BAG, auf Anfrage von 20 Minuten. «Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den klassischen Händedruck, ein High Five oder eben um die Faust handelt.»

Doch was ist mit der Begrüssung per Ellbogen? So gaben sich etwa schon Aussenminister Ignazio Cassis und sein österreichischer Kollege Alexander Schallenberg, aber auch BAG-Direktor Pascal Strupler und der oberste Kantonsarzt Rudolf Hauri den Ellenbogen. «Das BAG empfiehlt, ganz grundsätzlich Abstand zu halten», antwortet Kammer. Auch auf Berührungen solle «derzeit verzichtet werden».

«Bundesräte nicken mit dem Kopf»

Körperkontakt liegt laut BAG also gar nicht mehr drin. Tipps, wie man sich dennoch begrüssen kann, hat Kammer aber nicht. Dafür verrät er, wie es die Bundesräte handhaben: «Zur Begrüssung halten sie Abstand, schauen sich in die Augen, und nicken vielleicht mit dem Kopf, und dies alles mit einem Lächeln.»

Der Kampagnenchef nimmt die Gesellschaft in die Pflicht: «Was die neuen Begrüssungsrituale sind, das muss die ganze Bevölkerung gemeinsam herausfinden. Eine Verneigung mit genügend Abstand ist eine von vielen Möglichkeiten.» Sicher ist für Kammer: «Einander nicht zu berühren, ist das neue höflich und eine Form des Respekts in dieser Zeit.»

120 Kommentare
    Marc Bourgeois, ZH

    Kennt Ihr den Film "Die Truman Show"? Wenn ich solche News lese, bin ich versucht zu glauben, dass wir alle Trumans sind. Neu aufgelegt als "Die Covid Show".

    Vielleicht haben die im BAG aber auch nur eine Wette laufen um zu sehen, wie weit sie gehen können, bis wir alle wegen Existenzängsten und sozialer Distanz ausrasten. Existenzängste müssen die ja nicht haben – ihr Lohn ist garantiert. Nächster Schritt in diesem Spiel: Kussverbot zwischen Partnern. Dann Berührungsverbot innerhalb der Familie.

    Das BAG kümmert sich leider einen Dreck um Wirtschaft und Jobs, schürt Unsicherheit und brilliert wiederholt mit objektiv inkonsistenten Massnahmen (heute: Quarantänepflicht Oberösterreich trotz vergleichbarer Infektionswerte wie die CH, wo gewisse Kantone gar mehrfach höhere Werte aufweisen).

    Liebe BAG-Mitarbeitende: Sie haben auf der ganzen Linie versagt. Es reicht. Bleiben auch Sie zuhause. Bitte. Alle. Von mir aus für immer.