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Neue Studie Bauernkinder haben weniger Allergien – Rätsel gelöst?

Töchter und Söhne von Landwirten leiden selten unter Asthma und Allergien. Dies könnte laut Forschern mit einem Protein zusammenhängen, das sie mit unverarbeiteter Milch trinken.

Die Milch schmeckt ihm – und möglicherweise macht sie ihn auch weniger anfällig für Allergien.
Die Milch schmeckt ihm – und möglicherweise macht sie ihn auch weniger anfällig für Allergien.
Foto: iStock/Getty Images

Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen und unverarbeitete Milch trinken, leiden seltener unter Allergien und Asthma. Man nimmt an, dass das bäuerliche Umfeld das Immunsystem trainiert und so ein «Bauernhofschutz» entsteht.

Wie das Gesundheitsportal «Aponet» berichtet, haben Wissenschaftler der Medizinischen Universität Wien nun herausgefunden, dass ein bestimmtes Milchprotein daran entscheidend beteiligt ist. Die Forscher haben Labor- und Tierversuche mit Beta-Laktoglobulin durchgeführt, einem Protein, das in der Milch vorkommt.

Es scheint eine Schlüsselrolle für den «Bauernhofschutz» gegen Allergien zu haben: Wenn Beta-Laktoglobulin mit natürlichen Stoffen wie Pflanzenpigmenten aus grünem Gras beladen ist, konnte es das Immunsystem von Mäusen daran hindern, eine Allergie zu entwickeln. Wenn das Protein nicht beladen war, wirkte es dagegen wie ein Allergen, wie die Forscher schreiben.