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«Bei der Diplomatie fängt die halbe Lüge an»

René Weiler will beim FC Luzern viel bewegen. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Sind wir für Sie ernst zu nehmende Gesprächspartner?

Sie stellen ja Ansprüche. Einmal sagten Sie sinngemäss: «Im Fussball reden viele mit, die nullkommanull Ahnung haben.»

Tun Sie sich grundsätzlich schwer mit anderen Ansichten?

Nur zu.

Es kann Sie aber kaum verwundern, dass Sie mit Ihrer direkten Art zuweilen anecken.

Schadet Ihnen Ihre Kompromisslosigkeit auch?

Das müssen Sie erklären.

Als junger Sportchef in St.Gallen liessen sie sich auf ein Rededuell mit dem damaligen Sponsor Edgar Oehler ein – ausgetragen via Zeitungen.

Wir schon. Oehler hat damals gesagt, die Vereinsführung solle Sie nicht mehr als Sportchef, sondern als Papierkorbleerer beschäftigen. Gemessen daran, haben Sie es weit gebracht.

Sagen Sie es uns.

Wer hat Sie in Ihrem Denken am stärksten geprägt?

Wären Sie manchmal trotzdem gern diplomatischer?

Sie haben unlängst gesagt: «Unsere Mannschaft ist mittelmässig.» Ist das konstruktiv?

Dann heisst es: Was ist in Weiler gefahren?

Trotzdem: Die Spieler dürften wenig Freude haben, wenn sie von Mittelmass lesen.

Erzählen Sie.

Sie hatten als Trainer Erfolg in Schaffhausen, stiegen mit Aarau auf, machten aus Nürnberg einen Kandidaten für die 1. Bundesliga, wurden Meister mit Anderlecht. Wieso sind Sie jetzt trotzdem nur in Luzern?

Luzern ist bekannt dafür, dass viele mitreden und Einfluss nehmen wollen – vor allem auch in Bezug auf den Trainer.

Gibt es Trainer, die Ihnen imponieren?

Sie hätten Favres Assistent in Dortmund werden können. War Ihnen das zu wenig?

Wieso?

Was reizte Sie an Luzern?

Und wenn Ihnen die Ideen ausgehen, um den Club besser zu machen?

In der Vergangenheit haben Sie die Konsequenzen gezogen und sind zurückgetreten – in Aarau beispielsweise. Kann es in Luzern genauso kommen?

Wie viel, ist die Frage. YB und Basel bewegen sich in anderen Dimensionen.