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Über 300 Stellen in GefahrBei Easyjet Schweiz droht eine Massenentlassung

Die Fluglinie streicht jede dritte Stelle. Das dürfte auch die Standorte Basel und Genf treffen.

Schwere Zeiten: Easyjet am Standort Basel.
Schwere Zeiten: Easyjet am Standort Basel.
Foto: SonntagsZeitung

Der britische Billigflieger Easyjet hat am Donnerstag mitgeteilt, dass er plant, bis zu 30 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen. Europaweit dürfte dies 4500 der 15’000 Easyjet-Angestellten treffen.

Ein Stellenabbau ist offenbar auch in der Schweiz vorgesehen. Denn eine Firmensprecherin sagt: «Wir werden in den kommenden Tagen eine Mitarbeiterkonsultation einleiten und können dem Ergebnis dieses Konsultationsprozesses derzeit nicht vorgreifen.»

«Haben aus den Medien davon erfahren»

Falls in der Schweiz ebenfalls 30 Prozent der Arbeitsplätze gestrichen werden, wären über 300 Personen betroffen. An den Standorten Genf und Basel beschäftigt die Fluglinie über 1000 Personen mit Schweizer Arbeitsverträgen. 95 Prozent davon gehören zum fliegenden Personal, sind also Piloten oder Kabinenpersonal.

Die Gewerkschaft VPOD, die einen Teil der Mitarbeiter vertritt, reagierte in einer Mitteilung empört: «Die Mitarbeiter sind nicht vorab informiert worden und haben aus den Medien von den Plänen erfahren.» Man fordere die unverzügliche Aufnahme von Verhandlungen über einen Sozialplan.

35 Kommentare
    Adam Schmid

    Die Franzosen sagen: reculer pour mieux sauter. Das kommt schon gut. Jetzt muss die Luftfahrtindustrie halt etwas abbauen und nach dieser Durststrecke kann sie dann wieder durchstarten. Das lassen sich die Menschen nicht nehmen: das Fernweh, die Erlebnisse in fernen Ländern. Reisen bildet.