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Soziokratie für mehr MitbestimmungBei Globetrotter bestimmen die Angestellten, wer bleiben darf

Das Reiseunternehmen ist von der Corona-Krise hart getroffen und muss sparen. Doch anders als bei der Konkurrenz bestimmt hier nicht der Chef, wer gehen muss, sondern die Wahl liegt beim Team.

Globetrotter wird künftig nicht mehr strikt hierarchisch geführt. So wird auch die Verantwortung für den coronabedingten Personalabbau an die Angestellten delegiert.
Globetrotter wird künftig nicht mehr strikt hierarchisch geführt. So wird auch die Verantwortung für den coronabedingten Personalabbau an die Angestellten delegiert.
Foto: Alessandro della Bella (Keystone)

Man kennt das Wort «würdevoll» sonst eher aus der Altenpflege oder Sterbebegleitung. Entsprechend seltsam mutet es an, dass ein Firmenchef sich in einer Medienmitteilung zitieren lässt, er setze alles daran, jene, die nicht an Bord bleiben können, «würdevoll an Land zu bringen». Aber es sind auch besondere Zeiten. Um 70 oder gar 80 Prozent werde der Umsatz in diesem Jahr einbrechen, vermutet Globetrotter-Chef Dany Gehrig. Auch für nächstes Jahr rechnet er mit einem Minus von mindestens 40 Prozent gegenüber 2019. Die gesamte Reisebranche wird massiv schrumpfen. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie gehen kaum noch Buchungen, dafür jede Menge Annullationen ein.

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