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Aus dem Bezirksgericht ZürichBeistand veruntreut über 300’000 Franken

Selbst nach dem Tod seines Opfers machte der Mann weiter. Staatsanwalt und Verteidiger beantragten dafür zwei Jahre bedingt – zu wenig, sagt das Gericht.

Wandmalerei im Eingangsbereich des Bezirksgerichts.
Wandmalerei im Eingangsbereich des Bezirksgerichts.
Foto: Urs Jaudas

Er hat sein ganzes Berufsleben lang anderer Leute Kassen geführt, als Buchhalter und Experte in Controlling und Finanzen – immer tadellos. Und er war 30 Jahre Kassier beim lokalen Quartierverein, auch da gab er keinen Anlass zu Klagen. Bis dieser unbescholtene Mann als 66-Jähriger plötzlich begann, Geld aus fremden Konten abzuziehen.

Innert gut dreier Jahre veruntreute er mehr als 300’000 Franken aus dem Vermögen eines älteren Herrn, dessen Beistand er war. Er erstellte gefälschte Rechnungen und Quittungen an seinem eigenen Computer, führte eine Parallel-Buchhaltung, um die Kesb zu täuschen. Als der ältere Herr starb, vergriff er sich weiter an dessen Geld. Und weil er den Tod des Mannes der Rentenkasse nicht meldete, zahlte diese die Rente sechs Monate lang weiter. Auch dieses Geld nahm der Beistand für sich. Aus der Kasse des Quartiervereins überwies er sich überdies mehr als 20’000 Franken.

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