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Bunker-ArchitekturBereit für die Apokalypse

Private Bunker sind seit Corona sehr gefragt. Wie kann so ein Zufluchtsort für das Ende der Welt aussehen?

An Komfort mangelt es in so manchen Bunkern nicht.
An Komfort mangelt es in so manchen Bunkern nicht.
(Foto: The Vivos Group)

Wenn man in die Welt dieser speziellen Immobilien eintaucht, dann fallen zwei Dinge auf. Zum einen der Sound, in dem sie annonciert werden. Ein Sound, der völlig andere Features hervorhebt, als man sie gewohnt ist. «Diese Schönheit wurde aus Stahlträgern gefertigt, die alles überdauern. Der Mensch, der sie schuf, wusste, was er tat.» Oder: «Die ‹Executive Residence› wird Sie schützen in Zeiten der Not. Weit entfernt ist der nächste geteerte Weg. Das Anwesen ist nicht zu orten, nicht zu sehen, nicht zu hören. Das Badezimmer kommt mit Kompost-Toilette.»

Zum anderen frappieren die wandfüllenden Flachbildfernseher, die in den dazugehörigen Werbeprospekten die Bereiche für Wohn- und Gemeinschaftszimmer ausweisen. Sie würden, wenn die Objekte bewohnt werden, nichts mehr anzeigen. Denn unsere Welt wird es in dem Setting, das die Immobilen erst interessant macht, wahrscheinlich nicht mehr geben.

Die Rede ist von Privatbunkern, von jenen oft tief unter der Erde errichteten oder in massiven Fels eingelassenen Wohnstätten für einen erlauchten Kreis von Berechtigten und ihre übrig gebliebenen Lieben. Die Behausungen sind gedacht für die Zeit nach dem Zusammenbruch aller Systeme und Infrastrukturen, es sind Häuser für die Zeit nach dem Weltende.

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