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Corona-MassnahmenBerset plant Lockerungen, aber nur leichte

Der Lockdown verliert an Akzeptanz: Selbst die SP fordert eine «Exitstrategie». Bundesrat Alain Berset ist offenbar zu Konzessionen bereit.

Versteht den Lockdown-Frust der Leute: Bundesrat Alain Berset möchte die Corona-Massnahmen so bald wie möglich lockern, muss aber auch mögliche wirtschaftliche Kosten bedenken, die ein solcher Schritt nach sich ziehen könnte.
Versteht den Lockdown-Frust der Leute: Bundesrat Alain Berset möchte die Corona-Massnahmen so bald wie möglich lockern, muss aber auch mögliche wirtschaftliche Kosten bedenken, die ein solcher Schritt nach sich ziehen könnte.
Foto: Christian Pfander

«Meinen Sie, ich sei eine Maschine, die von einem Büro in Bern aus auf Knopfdruck Entscheidungen trifft?» So reagierte Gesundheitsminister Alain Berset (SP) in einem Zeitungsinterview vom Donnerstag, als er gefragt wurde, ob er die Lockdown-Müdigkeit der Bevölkerung verstehe. «Hören Sie auf, mich zu fragen, ob ich es verstehe!», herrschte Berset die Redaktoren der Zeitung «Nouvelliste» an. «Ich erlebe es auch selber!»

Neben diesem emotionalen Intermezzo lässt aber vor allem aufhorchen, dass Berset Lockerungen per Ende Februar nicht mehr kategorisch ausschliesst. Es sei zwar nicht zu erwarten, dass «alle» Massnahmen aufgehoben würden. «Aber wir sehen, was passiert, wir verstehen die Frustrationen, und auch wir wünschen uns Wiederöffnungen.» Noch vor Wochenfrist hatte Berset gegenüber Parteichefs pessimistische Töne angeschlagen; die SVP legte seine Äusserungen gar dahingehend aus, dass er den Lockdown bis August verlängern wolle.

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