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Running MateJoe Biden bestimmt nächste Woche seine Vize-Präsidentin

Der demokratische Kandidat auf das Weisse Haus wird wohl eine nicht-weisse Frau zu seinem Running Mate machen. Bald gibt Joe Biden seine Wahl bekannt. Das Feld scheint völlig offen.

Will eine Frau zur Vize-Präsidentin machen: Joe Biden bei einem Wahlkampfauftritt in Wilmington, Delaware. (28. Juli 2020)
Joe Biden
Will eine Frau zur Vize-Präsidentin machen: Joe Biden bei einem Wahlkampfauftritt in Wilmington, Delaware. (28. Juli 2020)
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keystone-sda.ch
Senatorin Kamala Harris soll laut US-Medien die besten Chancen haben, Bidens Running Mate zu werden. (Archivbild)
Senatorin Kamala Harris soll laut US-Medien die besten Chancen haben, Bidens Running Mate zu werden. (Archivbild)
Keystone/Tom Williams
Es wird erwartet, dass er nur für eine Amtszeit zur Verfügung stehen würde.
Es wird erwartet, dass er nur für eine Amtszeit zur Verfügung stehen würde.
Keystone/Gerry Broome
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Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, will Anfang August seine Stellvertreterin für den Fall eines Wahlsiegs auswählen. Er werde in der ersten August-Woche eine Entscheidung treffen, sagte Biden am Dienstag bei einem Wahlkampfauftritt in Wilmington im Bundesstaat Delaware. Biden hatte bereits im März erklärt, eine Frau zur Vizepräsidentin machen zu wollen, sollte er gewählt werden.

Gehandelt werden zahlreiche Kandidatinnen, von denen aus Sicht von US-Medien einige besonders gute Chancen haben. Dazu gehören die US-Senatorinnen Kamala Harris und Elizabeth Warren, die sich wie Biden um die Präsidentschaftskandidatur beworben hatten. Mit Harris geriet Biden in einer demokratischen TV-Debatte jedoch bereits scharf aneinander, so dass sich etwa Spiegel.de fragt, ob die Chemie zwischen den beiden passt. Zunehmend Beachtung wurde zuletzt auch der Senatorin und Irak-Veteranin Tammy Duckworth und Susan Rice, der ehemaligen Nationalen Sicherheitsberaterin unter Barack Obama, geschenkt.

Bei afroamerikanischen Wählern beliebt

Es gibt Forderungen danach, dass Biden eine nicht-weisse Frau zu seiner Running Mate macht – nicht nur angesichts der landesweiten Debatte über Rassismus. Biden erfreut sich bei afroamerikanischen Wählern grosser Beliebtheit. Für den Demokraten könnte es jedoch entscheidend sein, wie motiviert schwarze Wähler sind: Wenn sie schlicht nicht abstimmen, sondern zu Hause bleiben, dürfte ein Wahlsieg für Biden nochmals schwerer zu erreichen sein.

Der Wahl der Vize-Kandidatin kommt schon alleine wegen Bidens hohen Alters eine grosse Bedeutung zu: Er feiert kurz nach der Wahl seinen 78. Geburtstag. Es wird erwartet, dass er nur für eine Amtszeit zur Verfügung stehen würde. Biden war selbst Vizepräsident unter Obama. US-Präsident Donald Trump will erneut mit seinem bisherigen Vize Mike Pence in die Wahl ziehen und sich eine zweite Amtszeit sichern.

sda/chk