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An Rekordhoch gescheitertBitcoin auf tiefstem Stand seit Mitte November

Die älteste Cyber-Device erlebt einen erneuten Kurseinbruch. Er dürfte Diskussionen auslösen, wie nachhaltig der jüngste Kursanstieg des Bitcoin ist.

Die bekannteste Kryptowährung bricht ein: Am Donnerstag kostete ein Bitcoin noch 16’933 Dollar. (Symbolbild)
Die bekannteste Kryptowährung bricht ein: Am Donnerstag kostete ein Bitcoin noch 16’933 Dollar. (Symbolbild)
Foto: Ulrich Baumgarten (Getty Images) 

Die Digitalwährung Bitcoin hat es nach mehreren Anläufen nicht geschafft, ihr drei Jahre altes Rekordhoch zu übertreffen. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verbilligte sich um mehr als 3000 Dollar auf 16’319 Dollar. Das ist der tiefste Stand seit Mitte November.

Zuletzt kostete ein Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp knapp 17'900 Dollar. Auch andere Kryptowährungen wie Ripple und Ethereum geraten unter die Räder. Das Rekordhoch des Bitcoin beträgt auf Bitstamp 19'666 Dollar. Erreicht wurde es Ende 2017.

Der neuerliche Kurseinbruch dürfte Diskussionen auslösen, wie nachhaltig der jüngste Kursanstieg des Bitcoin ist. Optimisten hatten argumentiert, das Ansehen der Digitalwährung habe sich in den vergangenen Monaten verbessert. Genannt wurde etwa das Vorhaben des Bezahldienstes Paypal, seinen Kunden die Bezahlung in Bitcoin und anderen Kryptowährungen zu ermöglichen. Profianleger hätten sich deshalb mehr für Bitcoin und Co. interessiert, lautete ein Argument.

Für Kritiker hingegen dürfte der Kursabsturz nur eine Bestätigung ihrer skeptischen Haltung gegenüber Internetwährungen sein. Sie argumentieren seit jeher, die hohen Kursausschläge stünden einer Verwendung als Zahlungsmittel und Anlageform im Wege. Sie betrachten Digitalwährungen daher als reines Spekulationsobjekt.

SDA/REUTERS

20 Kommentare
    Sacha Meier

    Leider ist der BTC zu einem reinen Spekulationsobjekt der modernen, virtuellen Finanzindustrie geworden. Die begrenzte Menge übt wohl die gleiche Faszination aus, wie Diamanten und Gold. Das macht wohl auch seine extreme Volatilität aus. Als Zahlungsmittel, oder zur Wertaufbewahrung taugt es damit definitiv nicht. Viel sinnvoller wäre es gewesen, wenn das planetare FAMANG-Oligopol eine eigene Digitalwährung herausgebracht hätte. Wollte ja das «F» (Facebook) in diesem Technologiekartell mit dem Libra ja auch tun. Dummerweise waren weder die Notenbanken, noch die Regierungen der Länder im Sonderziehungsrechte-Korb damit einverstanden, weil der Libra ein Frontalangriff auf die SZR gewesen wäre. Darum wurde das Projekt abgebrochen. Sobald das Kartell noch mächtiger und finanzkräftiger wird als die SZR-Staaten zusammen, könnte so eine kommerzielle Privatwährung in der Tat kommen.