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Evolution einer PflanzeBloss nicht entdeckt werden!

Begehrte Pflanze: Fritillaria delavayi wächst im Geröll im chinesischen Hengduan-Gebirge.
Selbstschutz vor der Sammelwut des Menschen: Fritillaria delavayi hat sich innert kurzer Zeit an die Natur angepasst.

Von Grün bis Braun

6 Kommentare
    Rolf Baumberger

    Mit den Korrelationen ist es eben so eine Sache. Ich bin selber Botaniker und auch Evolutionsbiologe und stelle genau solchen Phänomenen nach. Natürlich hat das Ganze mit Evolution zu tun. Wenn man jedoch mal die Originalarbeit liest und auch die zusätzlichen Informationen im Annex durchliest, stellt man fest, dass die unscheinbaren Formen weit oben im Gebirgszug vorkommen. Die gelben Formen kommen von 3600 m bis ca 4000 m vor. Die aschgrauen und dunklen Formen von 4300 m ü M. bis 4810 m. Also eine beträchtliche Höhe. Dort oben ist die Sonneneinstrahlung gross und die Temperaturunterschiede am Tag und nachts ebenfalls. Es ist kaum vorzustellen, dass gerade an diesen unwirtlichen Stellen der Mensch als Zwiebelräuber einen grösseren Einfluss auf die Färbung der Pflanze hat.

    Vielmehr ist es ein UV-Schutz, welche die meisten Pflanzen über Anthocyan-Pigmentierung bewerkstelligen. Die Übergänge zwischen gelb und dunklen Zonen sind jedoch interessant. Denn die Zone sollte sich mit dem Klimawandel bergauf verschieben.

    rolfy