Zum Hauptinhalt springen

Kommentar zum Brexit-DealBoris sei Dank

Der Druck, ein besseres Rahmenabkommen für die Schweiz auszuhandeln, hat gewaltig zugenommen.

Der britische Premier Boris Johnson verkündet am Donnerstag in der Downing Street No. 10 den Deal mit der EU.
Der britische Premier Boris Johnson verkündet am Donnerstag in der Downing Street No. 10 den Deal mit der EU.
Foto: Paul Grover (Keystone)

Was so viele Experten, Journalisten und Politiker ihm nie zugetraut hätten, nämlich ein gutes, ja, ein glänzendes Brexit-Abkommen, das Grossbritannien mehr bringt als der mächtigen EU – ein solches Wunder hat Boris Johnson, der britische Premierminister, in letzter Minute zustande gebracht. Es ist ein historischer Moment für sein Land, für Europa – und für uns Schweizer. Endlich, nach Jahren der Isolation inmitten Europas, sind auch wir freier geworden: Nie mehr stehen wir der EU so gut wie allein gegenüber, sondern mit Grossbritannien gibt es nun einen Riesen ganz in der Nähe, der ähnliche Interessen verfolgt wie wir, die Zwerge hinter den sieben Bergen. Ein neuer Freund ist uns geschenkt worden – der ein sehr alter ist. Ohne England wäre unser liberale, unabhängige Bundesstaat 1848 wohl gar nie entstanden – weil die Grossmächte, überwiegend autoritäre Monarchien, dies unterbunden hätten.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.