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Literarische AuszeichnungBüchner-Preis für Elke Erb

Die Jury lobt die 82-jährige deutsche Autorin als «unverdrossene Aufklärerin».

Elke Erb ist die elfte Frau, die den wichtigsten Literaturpreis in Deutschland erhält.
Elke Erb ist die elfte Frau, die den wichtigsten Literaturpreis in Deutschland erhält.
Foto: SZ

Die deutsche Schriftstellerin Elke Erb bekommt den Georg-Büchner-Preis 2020. Dies teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt mit. Der mit 50’000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland. Sie ist seit 1951 die elfte Frau, die den Preis bekommt. Die Verleihung ist für den 31. Oktober in Darmstadt geplant.

Mit Elke Erb ehre die Akademie ein unverwechselbares und eigenständiges schriftstellerisches Lebenswerk, dessen Anfänge 1975 in der DDR lagen und das sich nach deren Ende unbeirrt bis in die Gegenwart fortsetzt habe. «Für die unverdrossene Aufklärerin ist Poesie eine politische und höchstlebendige Erkenntnisform», urteilte die Jury. Die 82 Jahre alte Erb lebt in Berlin und in Wuischke im Bundesland Sachsen. Elf ihrer Bücher sind im Schweizer Verlag Roughbooks erschienen, zuletzt «Gedichtverdacht» und der Sammelband «Meins: Das Hündle kam weiter auf drein».

Die Akademie vergibt die Auszeichnung seit 1951 an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in deutscher Sprache schreiben. Die Preisträger müssen «durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Masse hervortreten» und «an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben».

Zu den Preisträgern gehören Max Frisch (1958), Günter Grass (1965) und Heinrich Böll (1967) sowie zuletzt seit 2015 Rainald Goetz, Marcel Beyer, Jan Wagner, Terézia Mora und Lukas Bärfuss.

SDA