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Urteil zugunsten der PendlerBundesgericht entscheidet: S3 bleibt auf Kurs

Der Halbstundentakt der S-Bahn zwischen Zürich Hardbrücke und Bülach wird weitergeführt. Die dafür benötigten Trassen waren ursprünglich für den Güterverkehr vorgesehen.

Zwischen der Station Zürich Hardbrücke und Bülach wird die S3 auch in Zukunft im Halbstundentakt verkehren. (Archivbild)
Zwischen der Station Zürich Hardbrücke und Bülach wird die S3 auch in Zukunft im Halbstundentakt verkehren. (Archivbild)
Bild: KEYSTONE/Christian Beutler

Das Bundesgericht hat den im Dezember 2018 eingeführten Halbstundentakt der S3 zwischen Zürich Hardbrücke und Bülach abgesegnet. Die dafür benötigten Trassen waren ursprünglich für den Güterverkehr vorgesehen.

Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) nahm das Urteil des Bundesgerichts mit Genugtuung zur Kenntnis, wie aus einer Medienmitteilung von Dienstag hervor geht. Hätten die Lausanner Richter nicht im Sinne des ZVV entschieden, wäre in Zukunft nur noch ein Stundentakt möglich gewesen.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hatte das für den Halbstundentakt notwendige Trasse für den Güterverkehr eingeplant. Dagegen legten der Kanton Zürich, die Stadt Bülach und der ZVV beim Bundesverwaltungsgericht erfolgreich Beschwerde ein.

Mehr Züge für zusätzliche Kurse

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) zog daraufhin an das Bundesgericht. Dieses habe die Planungs- und Investitionssicherheit aller Beteiligten geschützt, führt der ZVV aus. So seien dem Bund die Ausbaupläne für die S3 bereits vor über zehn Jahren bekannt gewesen. Für die zusätzlichen S-Bahn-Kurse seien mehr Züge gekauft worden.

Das Bundesgericht führte aus, dass nur während dreieinhalb Stunden in der Hauptverkehrszeit die Trassen für die S3 freigehalten werden müssten, um den Halbstundentakt betreiben zu können. Eine Zuteilung an den öffentlichen Verkehr sei aufgrund der grossen Auslastung der Strecke deshalb zulässig. Zudem handle es sich bei den betroffenen Trassen laut dem Netznutzungskonzept des Bundesrates um Hybridtrassen. Diese seien weder exklusiv dem Güter- noch der Personenverkehr vorbehalten.

SDA