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Kinder in TrennungssituationenBundesgericht macht alternierende Obhut zur Regel

Wenn keine konkreten Gründe dagegensprechen, muss die Kinderbetreuung bei getrennt lebenden Eltern hälftig aufgeteilt werden. Das zeigen zwei höchstinstanzliche Urteile der letzten Monate.

Ein Vater bringt seinen Sohn in den Kindergarten.
Ein Vater bringt seinen Sohn in den Kindergarten.
Foto: Getty Images

Pro Jahr werden in der Schweiz rund 17’000 Ehen geschieden. Gegen ein Drittel der Fälle landet vor Bundesgericht. Dabei streiten Väter und Mütter oft um ihre Kinder, um Betreuungszeiten und Alimente. Neu gibt es im Unterhaltsrecht einen Passus, der ein Betreuungsmodell besonders hervorhebt: die alternierende Obhut. Dabei wird die Kinderbetreuung zwischen Vater und Mutter etwa hälftig aufgeteilt.

Als das revidierte Gesetz 2017 in Kraft trat, war unklar, wie die Gerichte diesen Passus auslegen würden. Jedenfalls könnten sich die Väter Hoffnungen machen auf mehr Zeit mit ihren Kindern, sagte Bundesrichter Nicolas von Werdt damals im Interview mit dieser Zeitung.

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