Zum Hauptinhalt springen

Um die Wirtschaft anzukurbelnCarmen Walker Späh fordert mehr Sonntagsverkäufe

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin will den Detailhandel unterstützen. Die Läden sollen 2021 an vier weiteren Sonntagen ihre Türen öffnen dürfen.

Carmen Walker Späh Matchbericht Rosengartenabstimmung
Konferenzzentrum Walcheturm, Zuerich
Carmen Walker Späh Matchbericht Rosengartenabstimmung
Konferenzzentrum Walcheturm, Zuerich
Foto: Andrea Zahler

In normalen Jahren bewilligt der Bund vier Sonntagsverkäufen. Wegen der Coronakrise fordert die Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh nun vier weitere Sonntagsverkäufe. Damit soll der besonders gebeutelte Detailhandel unterstützt werden.

«Als Volkswirtschaftsdirektorin des grössten Wirtschaftskantons verlange ich vom Bund, dass er es den Läden erlaubt, die gestrichenen Sonntagsverkäufe vom letzten Jahr nachzuholen», sagte Walker Späh in einem Interview, welches am Samstag in den Zeitungen der CH Media Gruppe erschien.

Idealerweise sollten die Nachholtermine in die Vorweihnachtszeit fallen, so die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin weiter. Zu den gesetzlich erlaubten vier Sonntagsverkäufen sollen dieses Jahr vier weitere hinzukommen. Die Bewilligung einer solchen Ausnahmeregelung falle in die Kompetenz des Bundesrates.

Flexiblere Regelungen gefordert

Auch unabhängig von Corona will die Zürcher Regierungsrätin die Ladenöffnungs- und Arbeitszeiten liberalisieren. Das aktuelle Arbeitsgesetz und die Ladenöffnungszeiten würden nicht mehr der Lebenswirklichkeit entsprechen. Es sei an der Zeit, alte Zöpfe abzuschneiden.

So seien diejenigen Läden, welche am Sonntag öffnen dürften, vor der Coronakrise jeweils gut besucht gewesen. Und es würden sich auch besonders viele Personen auf Stellen mit Sonntagsarbeit bewerben.

Politisch sind Walker Spähs Forderung umstritten. Vor acht Jahren lehnten die Stimmberechtigten im Kanton Zürich beispielsweise eine kantonale Volksinitiative für liberalere Ladenöffnungsszeiten ab. Die grossen Gewerkschaften lehnen eine Ausweitung der Sonntagsarbeit im Verkauf grundsätzlich ab.

SDA

80 Kommentare
    Annalis Knoepfel-Christoffel

    Regierungsrätin CWS zeigt sich vorausschauend, wenn es um die Wirtschaft geht. Bei der Bekämpfung der Pandemie war und ist nichts dergleichen festzustellen. Auf diesem Auge ist sie wie auch die ganze Zürcher Regierung blind!