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Letzte Amtshandlung: Spitäler brüskieren

Der abtretende Regierungsrat Thomas Heiniger (FDP) hat das Zürcher Gesundheitswesen zum nationalen Vorbild gemacht – gegen viel Widerstand.

Typisch Heiniger: Kurz vor seinem Ausscheiden aus der Regierung legt er noch ein Gesetz vor, welches das Potenzial hat, die Zürcher Spitallandschaft zu verändern, das er aber ohne Einbezug der Betroffenen verfasst hat. Die Spitäler sind brüskiert.

Das wäre nicht nötig gewesen. Heiniger hinterlässt auch ohne das starke Spuren im Gesundheitswesen. Sein Meisterstück ist die Spitalplanung, die er in seiner Anfangszeit als Zürcher Gesundheitsdirektor geschaffen hat. Der Freisinnige folgte 2007 auf die Grünliberale Verena Diener. Sie hatte, wie jetzt Heiniger, ebenfalls zwölf Jahre lang die Gesundheitsdirektion geführt und ging in die Geschichte ein als Politikerin, die neun Spitäler schloss und trotzdem wiedergewählt wurde. Was Diener begonnen hatte, setzte Heiniger fort: Er trimmte die Spitäler auf Wirtschaftlichkeit. Seine Tarifentscheide waren streng – oder sportlich, wie er, der Marathonläufer, selber wohl sagen würde.

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