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Vom Gangster-Rapper in der Ostschweiz zum Komiker in Zürich

Unter dem Künstlernamen Kiko schlüpft der 34-jährige Frank Cabrera Hernandez in die Rolle des jungen Schwarzen in der ländlichen Schweiz.

«Einige aus unserem Dorf hatten einfach noch nie eine dunkelhäutige Person gesehen»: Comedian Kiko in Zürich. Foto: Andrea Zahler
«Einige aus unserem Dorf hatten einfach noch nie eine dunkelhäutige Person gesehen»: Comedian Kiko in Zürich. Foto: Andrea Zahler

Ein junger Mann tritt auf die Bühne, dunkelhäutig, eher klein gewachsen, in der Hand einen Drink. Er schaut ins Publikum: «Hat es noch andere Dunkelhäutige hier?» Niemand antwortet. «Schade, denn wir Schwarzen begrüssen uns in der Schweiz. Genauso wie die Busfahrer.»

Der Mann, der auf der kleinen Bühne in der Zürcher Longstreet-Bar gerade einen Lacher erntet, nennt sich Kiko. Er führt jeden Mittwochabend durch einen Open-Mic-Abend. Dabei performen junge Comedians ein etwa zehnminütiges Programm. Kiko, der eigentlich Frank Cabrera Hernandez heisst, kündigt nicht nur die Künstler an, sondern füllt die Pausen mit seinen eigenen Witzen. Es ist sein Abend, er hat ihn initiiert.

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