Zum Hauptinhalt springen

Dieser «Werbefuzzi» will Zürich wieder klein machen

In der Kunsthalle von Silvio Baviera im Kreis 4 war sogar Gerhard Schröder schon zu Besuch. Jetzt übernimmt dort der Querkopf Alain Kupper – und sagt: «Make Zurich Small Again».

Thomas Wyss
Ein Mann sieht schwarz: Alain Kupper, aufgenommen von Alain Kupper. Foto: A. C. Kupper
Ein Mann sieht schwarz: Alain Kupper, aufgenommen von Alain Kupper. Foto: A. C. Kupper

Das sagt alles über den Stellenwert des Kunstraums, der mitten im Zürcher Rotlichtmilieu liegt: Am 23. September 2004 tauchte der amtierende deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder in der Galerie Baviera auf, um der Vernissage des Bildhauers Schang Hutter beizuwohnen.

Das Renommee war eng mit Silvio Baviera verknüpft. Er habe seine Tätigkeiten als Schriftsteller, Künstler, Verleger (seit 1966) und Galerist (seit 1974) stets «als Instrumente zur (Mit)begründung einer kreativen Umwälzung» verstanden, liess er im 2012 erschienenen Aussersihl-Psychogramm «Grösser als Zürich» verlauten. Auch darum ward seine Galerie mit integriertem Museum – es war die erste im Quartier – früh zum Epizentrum der Avantgarde; wer Werke von illustren ­Figuren wie Dieter Meier, H. R. Giger, Urs Lüthi oder Manon sehen wollte, war hier richtig.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen