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«Unsere Waffe ist jetzt das Wort»

Milena Reyes vor einem Bild von ihr in Kampfmontur, das die Fotografin Ann-Christine Woehrl gemacht hat. Foto: Sebastian Schoepp

In Kolumbien gibt es zurzeit Massenproteste und einen Generalstreik. Wer geht da auf die Strasse?

Sie waren Mitglied der Rebellenarmee Farc. Hängen Sie deren Zielen noch an?

Viele Stimmen haben Sie aber nicht bekommen bei der Parlamentswahl letztes Jahr.

Studenten an einem Protest gegen die kolumbianische Regierung am 23. November 2019 in Bogota. Foto: Keystone

Sie waren vierzehn, als Sie sich dem bewaffneten Kampf anschlossen. Wie kommt ein junges Mädchen auf so etwas?

Warum?

Hatten Sie sich als Teenager schon mit marxistischen Ideen auseinandergesetzt?

Und dann drückte man Ihnen ein Gewehr in die Hand, und Sie gingen kämpfen?

Wo haben Sie gelebt?

Vermissten Sie nichts?

«Was bei mir psychische Probleme ausgelöst hat, ­waren die Bomben. Ich habe ­sieben Bombardements überlebt, aber viele Kämpfer sind gestorben.»

Wie oft haben Sie Ihre richtige Familie in diesen vierzehn Jahren gesehen?

Haben Sie auch an Kämpfen teilgenommen?

Haben Sie jemanden getötet?

Aber auf den Feind geschossen haben Sie?

Geht Ihnen das im Kopf herum?

Bereuen Sie es?

Gab es sexuelle Übergriffe im Camp?

Offiziell sind mehr als 5000 Übergriffe bei der Guerilla dokumentiert.

Wir sind jetzt ganz normale Kolumbianer, die dieselbe soziale Realität leben wie alle anderen.

Es heisst, Frauen, die schwanger wurden, mussten abtreiben.

Es wurden aber auch Kinder geboren in den Camps?

Was war das Schwierigste bei der Rückkehr ins zivile Leben?

Wie ist die Stimmung Ihnen gegenüber?

«Es gibt viele, die sind im Krieg alt geworden, die sind 60 oder 70, können nicht lesen und schreiben. Sie kannten nur das Gewehr. »

Bekommen Sie Unterstützung?

Gehen viele zurück in den Urwald?

Würden Sie je zurückgehen?