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Segeln für die Mobilisierung

Klimaneutral ist Greta Thunberg nicht, aber effektiv.

Segelte von England über den Atlantik nach New York, um auf den Klimaschutz aufmerksam zu machen: Klimaaktivistin Greta Thunberg. Foto: Keystone
Segelte von England über den Atlantik nach New York, um auf den Klimaschutz aufmerksam zu machen: Klimaaktivistin Greta Thunberg. Foto: Keystone

Greta Thunberg ist wieder auf See. Die junge Schwedin hat nach einem Aufruf in sozialen Netzwerken einen Weg gefunden, um der von Chile nach Madrid verlegten Klimakonferenz nachzureisen. Sie segelt nun mit einer australischen Aussteigerfamilie und der britischen Skipperin Nikki Henderson zurück nach Europa.

Natürlich wird Henderson geflogen sein, um auf die Schnelle von Grossbritannien in die USA zu kommen. Vermutlich fliegt auch der eine oder andere der Beteiligten weiter, wenn das Schiff in Portugal anlegt; wahrscheinlich kann man Emissionen zusammenrechnen und zum Ergebnis kommen, dass Thunberg und ihr Vater besser ein Flugzeug genommen hätten. Also: Ja, es geht hier nicht um die reine Emissionseinsparung. Na und?

Thunberg selbst hat klargestellt, dass sie zeigen möchte, wie schwer es ist, heute nachhaltig zu leben. Wenn es ihr nur darum ginge, ihre eigenen Emissionen zu minimieren, wäre sie wohl zu Hause in Schweden geblieben. Das Klima kann man nur retten, indem man die Mächtigen und die Massen mobilisiert, Thunberg hat das verstanden. Wenn eine Atlantikfahrt im November dabei hilft – warum nicht.

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