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Kleinstädte profitieren von HomeofficeCorona bremst das Ladensterben

Trotz der Krise sind die Leerstände in Einkaufsstrassen gesunken. Notkredite und Homeoffice halten die Detailhändler über Wasser. Zumindest vorübergehend.

Thomas Zuberbühler ist Inhaber und Geschäftsleiter von Zubischuhe. Sein Onlinegeschäft rettete ihn durch den Lockdown.
Thomas Zuberbühler ist Inhaber und Geschäftsleiter von Zubischuhe. Sein Onlinegeschäft rettete ihn durch den Lockdown.
Foto: Daniel Ammann

«Ich habe keinen grossen Masterplan», sagt Thomas Zuberbühler in einem seiner Schuhläden. «Wir stehen einfach früher auf als andere.» Konkret heisst das: Schnell reagieren, schnell entscheiden und keine Regeln aufstellen, die sowieso nichts bringen. Dazu ein Team, das abends auch mal länger bleibt. Mit dieser Kombination fährt er in einem gesättigten Markt mit seinen vier Zubischuhe-Filialen recht gut. Und das nicht etwa mit Geschäften in Zürich oder Bern, sondern in Kleinstädten wie Aadorf TG, Herisau AR oder Kreuzlingen TG.

Dabei hat es der Detailhandel in diesen Regionen nicht leicht. Die Einkaufsstrassen können sich gegen die Konkurrenz der nahe gelegenen Zentren und Onlinehändler wie Zalando oder Amazon nur schwer behaupten. Besonders für kleine Geschäfte war der Lockdown eine Katastrophe. Zuberbühlers Schuhgeschäft in Herisau profitiert von der Nähe zur Wanderregion Alpstein. Mit Wander- und Sportschuhen macht er einen Grossteil seines stationären Umsatzes. Doch als er die Läden im März schliessen musste, half ihm das wenig. «Wir haben sofort Kurzarbeit für den Grossteil der 110 Mitarbeitenden angemeldet und einen Notkredit aufgenommen», erzählt er. Mit den Vermietern konnte er Stundungen oder einen Mietzinserlass aushandeln – wenn auch nur in geringem Masse. Den Notkredit überwies er jedoch später unangetastet zurück.

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