Zum Hauptinhalt springen

SBB stellen Fahrplan 2021 vorWegen Lokführermangel fallen täglich 200 Züge aus

Die Coronavirus-Pandemie macht den Wechsel zum Fahrplan 2021 anspruchsvoll.

Schneller ins Tessin

Häufiger und schneller nach München

SDA

30 Kommentare
    Sacha Meier

    Eigentlich wäre Corona genau die richtige Zeit, endlich den Bahnverkehr gesamteuropäisch zu harmonisieren. Also gleiche Signale, Verfahren, Zugsicherungssysteme, Kupplungen, Spurweiten und ein europaweit gültiger Triebfahrzeugführerausweis. Gibts ja bei LKW, Bussen und dem Flugverkehr längst. Dummerweise ist die Bahn organisatorisch noch im 19. Jahrhundert stecken geblieben. Da kocht jeder Staat sein eigenes Süppchen und die historisch gewachsenen Deep-State Strukturen bei den Bahnen pflegen und verteidigen ihr historisch gewachsenes Biotop mit Zähnen und Klauen und lassen ihr professionelles Modelleisenbahnhobby im Massstab 1:1 auf Normalspur vom Steuerzahler europaweit mit hunderten von Milliarden vergüten. Pro Jahr. Oligopolisten im Bahntechnik-Bereich vergolden sich ihre Lieferungen auch noch dazu. Dass etwa ein einziges «System-N» Vor-, oder Hauptsignal eine stolze, mittlere fünstellige Summe in Franken wert ist, glaubt nicht einmal meine Katze. So kommt es eben, dass ein Lokführer, der die Zulassung für einen zweiten Staat besitzt, schon als Platzhirsch gilt. Bei einem vereinheitlichten Bahnsystem könnten die nationalen Bahngesellschaften Personal aus einem gesamteuropäischen Pool rekrutieren. Leider verdient die UIC als globale Eisenbahnnormierungsorgnisation - im Gegensatz zur ICAO - ihren Namen nicht. Darum müsste halt die EU endlich der europäischen Eisenbahnagentur ERA scharfe Waffen in die Hand geben, um die vielen Augiasställe auf Schienen auszumisten.