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Coronavirus weltweit+++ Trump: Impfstoff für jeden Amerikaner im April +++ Rekord bei Neuinfektionen in Frankreich

Der US-Präsident hat verkündet, dass die USA bis im Frühjahr genug Impfdosen für alle Amerikaner haben werde. Internationale News im Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Weltweit haben sich bisher rund 30 Millionen Menschen mit Covid-19 angesteckt.
  • 943'000​ Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben.
  • Zahlreiche Länder verschärfen ihre zuvor gelockerten Einschränkungen wieder.

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Trump: «Genug Impfdosen für jeden Amerikaner zum April»

US-Präsident Donald Trump hat verkündet, dass das Land bis April kommenden Jahres genug Corona-Impfstoffe für alle Amerikaner haben werde. Es ist ein ambitioniertes Ziel, da bisher noch kein Impfstoff zugelassen wurde. Experten von Trumps Regierung hatten bisher gesagt, dass es eher bis zur Jahresmitte 2021 dauern werde, bis jeder eine Impfung bekommen könne. «Wir gehen davon aus, genug Impfdosen für jeden Amerikaner zum April zu haben», sagte Trump nun am Freitag im Weissen Haus.

US-Präsident Donald Trump spricht im Garten des Weissen Hauses mit Reportern. (18. September 2020)
U.S. President Trump departs for campaign travel to Minnesota at the White House in Washington
US-Präsident Donald Trump spricht im Garten des Weissen Hauses mit Reportern. (18. September 2020)
Foto: Kevin Lamarque/Reuters

Die Verteilung der Impfstoffe solle binnen 24 Stunden nach der Zulassung beginnen, erklärte er. Er bekräftigte seine früheren Angaben, dass bis zum Jahresende 100 Millionen Impfdosen ausgeliefert werden sollen. Experten gehen davon aus, dass man zwei Mal mit mehreren Wochen Abstand geimpft werden muss.

Frankreichs Wirtschaftsminister mit Coronavirus infiziert

Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe sich umgehend gemäss der Gesundheitsvorschriften in häusliche Isolation begeben. Er habe keine Symptome, teilte er am Freitagabend via Twitter mit. Er werde siebe Tage in Quarantäne bleiben und weiterhin seine Pflichten erfüllen.

Der 51-jährige Politiker ist nicht das erste Regierungsmitglied in Frankreich, das sich mit dem Virus angesteckt hat. Gleich zu Beginn der Pandemie im März wurde der ehemalige Kulturminister und aktuelle beigeordnete Minister für Aussenhandel, Franck Riester, positiv auf Sars-CoV-2 getestet.

Wurde positiv getestet: Bruno Le Maire befindet sich derzeit in häuslicher Isolation. (11. September 2020)
Wurde positiv getestet: Bruno Le Maire befindet sich derzeit in häuslicher Isolation. (11. September 2020)
Foto: Kay Nietfeld/Reuters

Niederlande verschärfen Corona-Massnahmen in grossen Städten

n Amsterdam, Rotterdam und weiteren grossen Städten der Niederlande werden die Schutzvorkehrungen gegen das Coronavirus verschärft. In insgesamt sechs besonders betroffenen Regionen dürfen Gaststätten künftig ab Mitternacht keine Gäste mehr einlassen und müssen um 1.00 Uhr schliessen, wie die Regierung am Freitag in Den Haag mitteilte. Die Massnahmen treten demnach am Sonntagabend in Kraft. Feiern mit mehr als 50 Personen sind ab dann verboten. Das gilt auch für Feste im Freien.

Für Veranstaltungen mit mehr Teilnehmern, etwa Konzerte, müssen Genehmigungen beantragt werden. Die Behörden in Amsterdam verfügten zusätzlich, dass die Parks nachts geschlossen werden, um illegale Partys zu verhindern.

Passanten werden von Polizeibeamte in Rotterdam dazu angehalten, ihre Schutzmasken anzuziehen. (23. August 2020)
Rotterdam maintains wearing mouth masks
Passanten werden von Polizeibeamte in Rotterdam dazu angehalten, ihre Schutzmasken anzuziehen. (23. August 2020)
Foto: Sander Koning/Keystone

In den Niederlanden zeichnet sich nach Einschätzung der Regierung eine zweite Corona-Welle ab. Das werde durch zunehmende Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 deutlich, sagte Gesundheitsminister Hugo de Jonge. In den Krankenhäusern sei die zweite Welle noch nicht angekommen. «Wir müssen gemeinsam verhindern, dass es so weit kommt.» Zuvor hatten die Behörden beinahe 2000 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet – die bislang höchste Zahl.

Bericht: Hacker aus China klauen spanische Daten zu Corona-Impfstoff

Hacker aus China sollen einem Bericht der Zeitung «El País» zufolge bei spanischen Wissenschaftlern Daten zur Entwicklung von Corona-Impfstoffen abgesogen haben. Die spanische Geheimdienstchefin Paz Esteban habe berichtet, die Hackerangriffe hätten insgesamt und nicht nur in Spanien während der Zeit des Corona-Lockdowns in «Quantität und Qualität» zugenommen, schrieb die Zeitung am Freitag. Die Datenräuber seien besonders an Forschungen zu Impfstoffen gegen Covid-19 interessiert, warnte Esteban.

Die meisten dieser Hackerangriffe gingen von China und Russland aus, berichtete die Zeitung weiter unter Berufung auf gut informierte Kreise. In vielen Fällen seien staatliche Stellen dieser beiden Länder beteiligt. Teilweise gingen die Angriffe aber auch von Universitäten oder kriminellen Banden aus, die erbeutete Daten zu Geld machen wollten.

Die meisten der in Spanien registrierten Hackerangriffe seien chinesischen Ursprungs. Von der Zeitung befragte spanische Forschungseinrichtungen betonten jedoch, ihnen sei kein Datenverlust durch Hacker bekannt.

Irische Regierung verschärft Corona-Massnahmen in Dublin

Die irische Regierung verschärft angesichts eines Anstiegs der Infektionszahlen die Corona-Vorkehrungen in Dublin. In der Hauptstadt dürfen zunächst für drei Wochen keine Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mehr abgehalten werden. Auch Restaurants dürfen keine Gäste mehr im Innenbereich bedienen.

Ohne entschlossenes Handeln bestehe die Gefahr, dass «Dublin zu den schlimmsten Tagen der Krise zurückkehren könnte», sagt Ministerpräsident Micheal Martin in einer Fernsehansprache.

Frankreich meldet neuen Rekord bei Neuinfektionen

Frankreich verzeichnet einen neuen Rekord bei den Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden kamen 13'215 Corona-Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Kein geselliger Karneval in NRW

Knapp zwei Monate vor Beginn der Karnevalssaison hat das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen grösseren Veranstaltungen wegen Corona eine Absage erteilt. «Ein Karneval, so wie wir ihn kennen, wird in Zeiten der Pandemie nicht möglich sein», sagte der Chef der Düsseldorfer Staatskanzlei, Nathanael Liminski, am Freitag nach einem Treffen mit Karnevalsorganisatoren. «Karnevalsbälle, Partyformate, gesellige Karnevalsveranstaltungen kommen in dieser Session schlicht nicht infrage.»

Grösse Veranstaltungen wie am bekannten Karneval in Köln wird es im kommenden Jahr nicht geben.
Carnival parade in Dusseldorf
Grösse Veranstaltungen wie am bekannten Karneval in Köln wird es im kommenden Jahr nicht geben.
Foto: Reuters

Andere Veranstaltungen, bei denen die Abstands- und Hygieneregeln berücksichtigt würden, seien erlaubt. «Feiert zu Hause, im kleinen Kreis, wo es sicher ist», sagte Liminski den Karnevalisten. Diese sollten zum Auftakt am 11.11. nicht in Karnevalshochburgen fahren.

«Den Städten empfehlen wir ein Alkoholverbot und Verweilverbot an neuralgischen Stellen», fügte der Staatssekretär hinzu. Damit solle einer «Magnetwirkung» vorgebeugt werden. Die Städte dürften nicht zu Infektionsherden werden. Notleidenden Karnevalsvereinen versprach die Landesregierung Unterstützung. Ein bereits bestehendes Hilfsprogramm für Vereine werde verlängert und so ausgestaltet, dass es auch für Karnevalsvereine gelte. «Dafür stehen 50 Millionen Euro zur Verfügung.»

Boris Johnson: Zweite Welle in Grossbritannien unvermeidbar

Premierminister Boris Johnson erklärt angesichts wieder stark zunehmender Infektionszahlen, eine zweite Pandemie-Welle in Grossbritannien sei unvermeidbar. Er wolle aber keinen zweiten Lockdown. Es stünden aber aller Massnahmen auf dem Prüfstand.

In Grossbritannien wurden am Freitag 4322 Neuinfektionen registriert. Das ist eine Zunahme von fast Tausend im Vergleich zum Donnerstag und der höchste Wert seit dem 8. Mai.

US-Grenzen zu Mexiko und Kanada bleiben geschlossen

Die weitgehende Schliessung der US-Grenzen zu Kanada und Mexiko wegen der Corona-Pandemie wird erneut um einen Monat verlängert.

Bis einschliesslich 21. Oktober sollen die Grenzen mindestens für den regulären Reiseverkehr geschlossen bleiben, wie aus einem Tweet des amtierenden Heimatschutzministers Chad Wolf am Freitag hervorging. Die Massnahme soll helfen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Die Grenze zwischen Kanada und den USA in Lacolle, Quebec, ist seit dem Frühjahr geschlossen.
Die Grenze zwischen Kanada und den USA in Lacolle, Quebec, ist seit dem Frühjahr geschlossen.
Foto: Christinne Muschi/Reuters

Die zeitweisen Grenzschliessungen waren am 21. März in Kraft getreten und seither jeden Monat verlängert worden. Die Grenzen sind aber nicht völlig zu, sondern nur für alle nicht dringlichen Übertritte. Aus Arbeitsgründen und für den Handel sind Grenzübertritte weiter möglich. Es gibt auch weiterhin Flüge zwischen den Ländern.

EU will mehr Geld für Kauf von Impfstoffen aufnehmen

Die Europäische Union will mehr Geld für Impfstoffe aufnehmen, um möglichen Versorgungsengpässen vorzubeugen, erfährt die Nachrichtenagentur Reuters. Nach Einschätzung der EU-Kommission könnte die Nachfrage das Angebot im nächsten Jahr deutlich übersteigen, da die Zahl der Coronavirus-Fälle weltweit schon 30 Millionen überschritten hat.

Pubs in Reykjavik müssen schliessen

Auf Island war das Corona-Geschehen im Sommer fast gänzlich zum Erliegen gekommen – jetzt reagiert die Regierung der Insel auf wieder steigende Infektionszahlen.

Kneipen und Nachtclubs in der Region um die Hauptstadt Reykjavik werden aufgrund der aktuellen Fallzahlen für vier Tage geschlossen. Das veranlasste Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir am Freitag, nachdem sich Islands Chefepidemiologe Thórólfur Gudnason angesichts mehrerer Neuinfektionen dafür ausgesprochen hatte. Wie es danach weitergeht, sollen die Entwicklungen des Wochenendes zeigen.

Auf Island sind seit Beginn der Pandemie 2230 Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Zehn Erkrankte sind bislang gestorben. Im Sommer hatte es kaum noch aktive Fälle gegeben, seit Ende Juli nehmen die Zahlen aber wieder zu. Dass am Donnerstag 19 und am Freitag 21 Neuinfektionen gemeldet wurden, stellte die höchsten Werte seit Anfang April dar. Nach Angaben von Gudnason hatten zahlreiche der neuen Infizierten zuvor Bars oder Nachtclubs in Reykjavik besucht.

Ryanair streicht Flüge

Europas grösster Billigflieger Ryanair streicht sein Flugangebot wegen der wechselnden Reisebeschränkungen in der Coronapandemie noch stärker zusammen. Im Oktober werde Ryanair voraussichtlich nur rund 40 Prozent so viele Sitzplätze anbieten wie ein Jahr zuvor.

Dies teilte das Unternehmen am Freitag in Dublin mit. Für die Zeit von November bis März hat Ryanair den Angaben zufolge noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen. Doch wenn sich die derzeitigen Trends fortsetzten und die Regierungen nicht anders handelten, könnten ähnliche Kapazitätskürzungen über die Winterperiode hinweg erforderlich sein, sagte ein Sprecher.

Ryanair streicht das Flugangebot noch stärker zusammen: Eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft hebt am Flughafen von Riga ab.
Ryanair streicht das Flugangebot noch stärker zusammen: Eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft hebt am Flughafen von Riga ab.
Foto: Ints Kalnins/Reuters

Ryanair zufolge untergraben die ständigen Änderungen der Reisebeschränkungen seitens der europäischen Regierungen die Bereitschaft der Kunden, Flugtickets zu buchen. Die Gesellschaft kritisierte vor allem die Regierung ihres Heimatlands Irland, die Einreisenden aus vielen EU-Ländern eine 14-tägige Quarantäne auferlegt hat. Daher unterstützt das Management den Plan der EU-Kommission, der ein einheitliches Vorgehen bei den Reisebeschränkungen vorsieht.

Nizza verschärft Corona-Regeln

Nizza hat als dritte französische Stadt im Kampf gegen das Coronavirus strengere Regeln verhängt. So sind öffentliche Veranstaltungen künftig auf 1000 Personen beschränkt, Versammlungen von mehr als zehn Personen am Strand oder in Parks sind verboten, wie der zuständige Präfekt Bernard Gonzalez am Freitag ankündigte. Marseille und Bordeaux hatten Anfang der Woche bereits ähnliche Regeln eingeführt.

In Nizza seien der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen und der Konsum auf öffentlichen Plätzen ab 20.00 Uhr verboten, so der Präfekt weiter. Lokale mit Alkoholausschank müssen ausserdem um 00.30 Uhr schliessen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt seit Wochen an. Am Donnerstagabend meldeten die Behörden einen neuen Höchstwert von 10'593 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.

Zweiter Lockdown in Israel

Angesichts deutlich gestiegener Virus-Infektionen hat in Israel ein zweiter landesweiter Lockdown mit drastischen Beschränkungen für die Bevölkerung begonnen. Für zunächst drei Wochen müssen die neun Millionen Bürger ab Freitagmittag weitgehend wieder zu Hause bleiben. Schulen und Einkaufszentren bleiben geschlossen, Supermärkte und Apotheken haben aber geöffnet.

Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte den Schritt am Sonntag angekündigt und damit begründet, dass man mehr tun müsse, um eine Virus-Ausbreitung zu verhindern.

Einen Lockdown in Israel gab es bereits Ende März. Als die Zahl der Neuinfektionen im Mai bis auf einige Dutzend pro Tag gesunken war, wurden die meisten Beschränkungen wieder gekippt. Inzwischen aber gibt es mehr als 5000 neue Fälle pro Tag.

Bericht: Wieder Lockdown in Grossbritannien geplant

Wegen der sich dramatisch verschlimmernden Corona-Lage in Grossbritannien könnte dem ganzen Land laut einem Medienbericht im Oktober wieder ein Lockdown bevorstehen.

Top-Forscher hätten die Massnahme der Regierung empfohlen, um die stark steigenden Infektionszahlen wieder in den Griff zu bekommen, berichtete die «Financial Times» am Freitag. Der zweiwöchige Lockdown soll demnach während der Schulferien im Oktober stattfinden.

Gesundheitsminister Matt Hancock reagierte in einem BBC-Interview am Freitag ausweichend auf den Bericht: Ein neuer landesweiter Lockdown sei das «letzte Mittel der Verteidigung», sagte Hancock. Man setze zunächst auf lokale Beschränkungen. «Wir möchten einen nationalen Lockdown vermeiden, aber wir sind darauf vorbereitet.» Der Minister räumte ein, dass nicht nur die Infektionen zunehmen, sondern auch die Zahl der Covid-19-Patienten in den britischen Krankenhäusern.

Mit den steigenden Infektionszahlen sind Corona-Tests in Grossbritannien schon wieder Mangelware geworden. Dabei hatte die Regierung das «weltbeste» Corona-Testsystem in Aussicht gestellt. Viele potenziell infizierte Briten müssen stundenlange Fahrten auf sich nehmen, um in einem Testzentrum angenommen zu werden.

Mehr Spitaleinlieferungen in Grossbritannien

Die Zahl der Infizierten in Grossbritannien, die in Kliniken eingeliefert werden, verdoppelt sich nach Angaben von Gesundheitsminister Matt Hancock alle acht Tage. Grossbritannien hat nach den USA, Brasilien, Indien und Mexiko die höchste Zahl an Covid-19-Toten weltweit.

30 Millionen Corona-Infektionen

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind nach Angaben von US-Wissenschaftlern weltweit mehr als 30 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore vom Donnerstagabend hervor. Die Zahl der Toten liegt demnach bei mehr 943'000. Weltweit entfallen die meisten Infektionen und Todesfälle auf die USA, ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern.

In den USA gibt es Johns Hopkins zufolge bislang mehr als 6,6 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 und mehr als 197'000 Todesfälle. An zweiter Stelle steht – gemessen an den Ansteckungen – Indien mit 5,1 Millionen Infektionen und mehr als 83'000 Toten. An dritter Stelle folgt Brasilien mit mehr als 4,4 Millionen Infektionen und gut 134'000 Todesfällen.

Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Toten allerdings in sechs Ländern höher als in den USA. An erster Stelle steht nach den Statistiken der Johns Hopkins-Universität Peru mit knapp 97 Todesopfern pro 100'000 Einwohner. Mit deutlichem Abstand folgen Bolivien, Spanien, Chile, Ecuador, Brasilien und die USA – dort starben gut 60 Menschen pro 100'000 Einwohner.

Insgesamt fast 135'000 Tote in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 36'303 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 4,455 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 829 auf 134'935 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

Menschen tragen in einer beliebten Einkaufspassage in Rio de Janeiro Schutzmasken. (16. September 2020)
Menschen tragen in einer beliebten Einkaufspassage in Rio de Janeiro Schutzmasken. (16. September 2020)
Foto: Ricardo Moraes/Reuters

Frankreichs Regierung fordert strengere Corona-Regeln in Lyon und Nizza

Die französische Regierung hat weitere Regionen im Land aufgefordert, strengere Massnahmen im Kampf gegen Corona zu verhängen. Für die Städte Lyon und Nizza sollten die Behörden bis Samstag Vorschläge machen, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag in Paris. In Städten wie Paris, Lille, Toulouse, Rennes und Dijon seien die kritischen Schwellenwerte noch nicht erreicht. «Wir werden die Entwicklung der Epidemie in diesen Städten sehr aufmerksam verfolgen», sagte Véran.

Marseille, Bordeaux und das französische Überseegebiet Guadeloupe hatten nach Aufforderung der Regierung die Massnahmen zuletzt schon verschärft. Véran betonte nun, dass es auf Guadeloupe und in Marseille durchaus noch schärfere Regeln geben könnte. Gerade in der südfranzösischen Hafenstadt hatten Krankenhäuser zuletzt beklagt, dass es an medizinischem Personal fehle und sie Situation sich zuspitze.

Véran machte aber auch noch einmal deutlich, dass sich die aktuelle Situation deutlich von der im Frühjahr unterscheide. «Wir kämpfen nicht mit den gleichen Waffen und kennen unseren Gegner besser», sagte er. Das Virus verbreite sich ausserdem langsamer. «In dieser Woche haben wir in einer einzigen Woche mehr als 1,2 Millionen Tests durchgeführt», betonte er. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hatte in Frankreich zuletzt die 10 000er-Marke geknackt.

Rekord von Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich verzeichnet einen Rekord bei den Neuinfektionen. Binnen eines Tages seien 10'593 weitere Fälle bestätigt worden, teilt das Gesundheitsministerium in Paris mit. Der bisherige Höchststand war am 12. September mit 10'561 Neuinfektionen registriert worden.

Insgesamt wurden bislang in Frankreich 415'481 Corona-Fälle registriert. Die Zahl der Toten kletterte den Angaben zufolge um 50 auf nunmehr 31'095. Das ist der zweithöchste Tagesanstieg binnen zwei Monaten.

sda/reuters/red