Grüner Zürcher Stadtrat will nach BernDaniel Leupi möchte in den Ständerat
Der Stadtzürcher Finanzvorsteher hat seine Kandidatur lanciert. In Bern will er der Nachfolger von Ruedi Noser (FDP) werden – und sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzen.

Weil Ruedi Noser (FDP) seinen Rücktritt aus dem Ständerat angekündigt hat, gibt es eine Vakanz. FDP-Nationalrätin Regine Sauter hat ihre Kandidatur bereits angekündigt. Nun folgt mit dem Grünen Daniel Leupi der zweite namhafte Zürcher, der sich vorstellen könnte, den Kanton Zürich in Bern zu vertreten. «Ich werde bei der Findungskommission der Grünen mein Interesse bekunden», sagte er gegenüber CH Media.
Daniel Leupi ist seit 2010 Zürcher Stadtrat und seit 2013 Finanzvorsteher. Jetzt will er sich auf nationaler Ebene für Themen wie Nachhaltigkeit, Klima und Umwelt einsetzen. «Nie passte eine starke ökologische Stimme besser zum Kanton Zürich», sagte er im Interview mit CH Media.
Auch urbane Themen seien in Bern untervertreten. Leupi sagt, er würde sich national zum Beispiel gern beim Thema bezahlbaren Wohnraum einbringen. «Der Bund glänzt bei diesem Thema mit Abwesenheit», sagt Leupi. Bund und Kanton müssten bessere Rahmenbedingungen für Genossenschaften und Gemeinden schaffen, damit mehr günstiger Wohnraum entstehe.
Auch Glättli und Schlatter könnten interessiert sein
Neben Daniel Leupi gelten in Zürich auch Parteipräsident Balthasar Glättli und Nationalrätin Marionna Schlatter als mögliche Ständeratskandidatinnen. «Ich habe Gespräche geführt», sagte Leupi zu CH Media, «aber nicht im Sinn einer Absprache». Dass mit Daniel Jositsch von der SP bereits ein linker Zürcher Ständerat in Bern sitzt, sieht Leupi nicht als Handicap. «Über viele Jahre war die Zürcher Ständeratsdelegation rein bürgerlich», sagt er. Und auch die Tatsache, dass dann wieder zwei Männer Zürich im Ständerat vertreten würden, relativiert Leupi. Die grüne Fraktion im Ständerat bestehe momentan aus vier Frauen und einem Mann.

Sollte Daniel Leupi nicht Ständerat werden, wolle er weiterhin im Zürcher Stadtrat wirken. Seine Aufgabe als Stadtrat finde er immer noch jeden Tag spannend, sagt er. Für das Stadtpräsidium hege er keine Ambitionen. Allgemein gehe es ihm nicht um Aufmerksamkeit und Prestige. Als junger Mensch sei er in die Politik gegangen, weil ihm die Umweltentwicklung Sorgen bereitet habe.
Neben Daniel Leupi und Regine Sauter wird auch noch eine Kandidatur von der SVP und der GLP erwartet.
tiw
Fehler gefunden?Jetzt melden.

















