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Tom Cruise am Filmset«Dann seid ihr verdammt noch mal gefeuert»

Tom Cruise soll am Londoner Set von «Mission: Impossible» Crew-Leute zusammengestaucht haben – sie hielten den Mindestabstand nicht ein.

Action in Rom: Tom Cruise und Hayley Atwell bei Dreharbeiten zu «Mission: Impossible 7» Ende November.
Action in Rom: Tom Cruise und Hayley Atwell bei Dreharbeiten zu «Mission: Impossible 7» Ende November.
Foto: Imago Images, Insidefoto

Man sagt ihm nach, ein Kontrollfreak zu sein, und sein Filmteam, heisst es, überwache er persönlich. Nun soll Tom Cruise, seit den 90er-Jahren Produzent und Hauptdarsteller der erfolgreichen Agentenfilmreihe «Mission: Impossible» – weltweit spielte sie über 3,5 Milliarden Dollar ein –, am Set in London gegenüber Mitarbeitern ausfällig geworden sein. Cruise will beobachtet haben, wie zwei Crewmitglieder weniger als einen Meter voneinander entfernt an einem Computer arbeiteten.

«Wenn ich euch noch mal erwische, dann seid ihr verdammt noch mal gefeuert.»

Tom Cruise

Laut der Zeitung «The Sun», die als Erste über den Vorfall berichtete und über einen Audiomitschnitt verfügt, rief Cruise: «Wenn ich euch noch mal erwische, dann seid ihr verdammt noch mal gefeuert. Keine Entschuldigungen mehr», so der Schauspieler. «Erklärt das den Leuten, die ihr verdammtes Zuhause verlieren, weil unsere Industrie dichtmachen muss. In Hollywood drehen sie wieder Filme – wegen uns! Weil sie an uns und das glauben, was wir tun. Wir sind der Goldstandard.»

Dass Cruise derart ausrastete, lässt sich insofern nachvollziehen, als der Drehplan von «Mission: Impossible» (die Teile 7 und 8 werden am Stück gedreht) von der Corona-Pandemie arg durchgeschüttelt wurde. Im Februar konnte man wegen des Corona-Ausbruchs in Venedig und Rom nicht drehen. Im Frühsommer mussten die Dreharbeiten in England mehrmals unterbrochen werden. Ende Oktober wurde abermals gestoppt, als am Set in Italien 12 Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet wurden.

«Ich telefoniere jede verdammte Nacht mit jedem verdammten Studio.»

Tom Cruise

Vor diesem Hintergrund scheint es offensichtlich, dass der Produzent und Hauptdarsteller etwas reizbar ist. «Mission: Impossible»-Filme sind teuer – der letzte kostete rund 180 Millionen Dollar –, und wenn sich die Dreharbeiten von gleich zwei Filmen über Monate hinziehen, werden die Entscheidungsträger nervös.

Verschwörungstheorien machen die Runde

Oder wie es Cruise, der sich öffentlich nur noch mit Maske zeigt, gegenüber seinen Mitarbeitern sagte: «Ich telefoniere jede verdammte Nacht mit jedem verdammten Studio, mit Versicherungsunternehmen, mit Produzenten. Wir werden diesen verdammten Film nicht abbrechen – verstanden?»

Wenn es zu solchen Wutanfällen von Stars kommt, verbreiten sich jedoch nicht nur die News in Windeseile, auch Verschwörungstheorien machen bald die Runde. So soll Cruises Entgleisung nach Meinung einiger Kommentatoren auf Twitter gefälscht sein: Alles bloss eine PR-Kampagne von Scientology, die Cruise zu ihren Mitgliedern zählt und erreichen möchte, dass er für sein hartes Durchgreifen in Sachen Corona ein paar Beliebtheitspunkte sammelt. Ob man das glauben soll?

Nur noch mit Maske: Tom Cruise bei Dreharbeiten in Rom.
Nur noch mit Maske: Tom Cruise bei Dreharbeiten in Rom.
Foto: EPA
16 Kommentare
    Ulli Reich

    Ist der Wutausbruch eines VG einen Artikel in der Zeitung wert? Wenn, dann müssten ja ständig solche Sachen kommen und sicher nicht nur von Prominenten. Ansonsten wär's nett, ihr überlasst dem Blick solche Häppchen.