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Ernährungsexpertin im Interview«Darum essen wir Desserts, obwohl wir längst satt sind»

Melanie Mühl sieht keinen grossen Sinn in Diäten. Stattdessen plädiert die Journalistin für mehr Achtsamkeit beim Essen. Und erklärt, wie uns das Hungergefühl austrickst.

Die Autorin Melanie Mühl mag Süsses – ohne ein schlechtes Gewissen danach.
Die Autorin Melanie Mühl mag Süsses – ohne ein schlechtes Gewissen danach.
Foto: Gaby Gerster

Was haben Sie heute Morgen gegessen?

Haferflocken mit warmer Mandelmilch, etwas Leinsamen, ein paar Nüsse, Blaubeeren und Datteln, inzwischen mein klassisches Frühstück.

Und wie fühlten Sie sich danach?

Ich war auf eine gute Art satt, weil es mir nicht schwer im Magen lag, mich aber trotzdem von innen her gewärmt hat, was ja gerade im Winter guttut.

Generell gefragt: Kann ich mich glücklich essen?

Man braucht natürlich noch andere Dinge, um glücklich zu sein. Aber: Essen spielt eine wichtige Rolle dabei, wie wir uns fühlen. Andreas Michalsen, Fasten-Experte von der Berliner Charité, hat mir bei den Recherchen für mein Buch berichtet, dass bei leicht depressiven Phasen eine Ernährungsumstellung durchaus helfen kann. Und umgekehrt gilt genauso: Wer zu viel industriell verarbeitete Lebensmittel und Zucker konsumiert, dem schlägt das nicht nur auf die Hüften, sondern nachweislich auch aufs Gemüt.

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