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Digitale Daten statt Couch Das Handy kennt sich mit der Psyche aus

Ein Smartphone weiss mehr über seinen Besitzer als dessen Therapeut selbst nach vielen Sitzungen. Nun soll es Psychiatern bei der Diagnose, Erforschung und Behandlung psychischer Störungen helfen.

Handy für die psychiatrische Diagnose: Gespeicherte Daten im Handy sollen ehrlicher sein als ein Gespräch.
Handy für die psychiatrische Diagnose: Gespeicherte Daten im Handy sollen ehrlicher sein als ein Gespräch.
Foto: Keystone

Es sei das Jahr 2050, ein paar Psychiater treffen sich, sie blicken zurück auf die ersten beiden Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts und fragen einander: Welche Neuerung von damals hatte eigentlich den grössten Nutzen für unser Fach? Mit dieser Frage begann der Neurowissenschaftler und Psychiater Thomas Insel vor zwei Jahren einen Aufsatz im Fachmagazin «World Psychiatry», einem der einflussreichsten Psychiatrie-Journals. Waren es die Revolutionen in der Genomforschung? Oder jene in den Neurowissenschaften? Vielleicht, schreibt Insel, der über zehn Jahre das US-amerikanische National Institute of Mental Health (NIMH) leitete, werde sich die Revolution in Technologie und Informationswissenschaft für die globale psychische Gesundheit als noch folgenschwerer erweisen.

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