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Interview zu Herzklinikfall «Das ist ein schwerwiegendes Versagen des Systems»

Ethikexpertin Susanne Driessen nimmt Stellung zum Fall Maisano und sagt, warum Interessenkonflikte für Patienten heikel sein können.

«Für Patienten ist es extrem schwierig, zu beurteilen, wie riskant das ist», sagt Susanne Driessen, Präsidentin von Swissethics, über experimentelle Eingriffe.
«Für Patienten ist es extrem schwierig, zu beurteilen, wie riskant das ist», sagt Susanne Driessen, Präsidentin von Swissethics, über experimentelle Eingriffe.
Foto: PD

Susanne Driessen, Ärzte setzen Implantate in experimentellen Eingriffen ein. Die Implantate sind für den Markt noch nicht zugelassen, und es existieren keine klinischen Studien dazu. Ist das heikel?

Solche Einzelfälle haben hohe potenzielle Risiken. Diese müssen mit dem möglichen Nutzen im konkreten Patientenfall abgewogen werden. Aber regulatorisch gesehen fallen solche Eingriffe in der Schweiz gar nicht unter den Oberbegriff Forschung, weil kein systematischer Erkenntnisgewinn angestrebt wird: Es handelt sich um individuelle Therapieversuche unter der persönlichen Verantwortung des behandelnden Arztes und ausserhalb weiterer Kontrollen.

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