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Rassismusalarm im SchulhausDas N-Wort an der Wand

Die links-grüne Berner Stadtregierung führt einen Kreuzzug gegen einen halben Quadratmeter angeblich rassistischer Kunst in einem Quartierschulhaus. Ein Lehrstück über sogenannte politische Korrektheit.

«Die Stadt beugt das gültige Recht, das empfinde ich als Skandal»: Schulleiter Jürg Lädrach vor dem Wandbild im Stadtberner Schulhaus Wylergut. Am rechten Rand ist die zerstörte Porträttafel zu sehen, die einen Schwarzafrikaner zeigte.
«Die Stadt beugt das gültige Recht, das empfinde ich als Skandal»: Schulleiter Jürg Lädrach vor dem Wandbild im Stadtberner Schulhaus Wylergut. Am rechten Rand ist die zerstörte Porträttafel zu sehen, die einen Schwarzafrikaner zeigte.
Foto: Franziska Rothenbühler

Es geschieht zwischen 13.30 und 14.15 Uhr, während der ersten Nachmittagslektion. Die Schülerinnen und Schüler lernen in den Klassenzimmern, als die Täter ins Schulhaus eindringen und Teile des Wandbildes attackieren, das seit 71 Jahren das lichte und hohe Treppenhaus schmückt. Mit Farbrollen schmieren sie dicke Schichten schwarzen Kunstharzlacks über drei Tafeln des Freskos – diese stehen je für einen Buchstaben des Alphabets und zeigen: einen Schwarzafrikaner (N), einen nordamerikanischen Indianer (I) und einen Chinesen-Buben (C).

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