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Interview zum Ende des SendersDas sagt Patrizia Laeri zum Aus von CNN Money Switzerland

Sie war nur einen Monat im Job – nun wird der Sender, der sie als Chefredaktorin holte, beerdigt. Patrizia Laeri über das Ende ihres Kurzengagements.

Patrizia Laeri: «Es war eine wertvolle Lebensschule»
Patrizia Laeri: «Es war eine wertvolle Lebensschule»
Foto: Urs Jaudas

Mit Ihrem Wechsel zu CNN Money Switzerland sind Sie dem exklusiven Club von Frauen an der Spitze von Schweizer Medientiteln beigetreten. Nun ist das Abenteuer schon wieder zu Ende: Was bedeutet das für Sie?

Es ist natürlich auch ein trauriger Tag für den Wirtschaftsjournalismus in der Schweiz. Das Land verliert den einzigen TV-Wirtschaftssender abseits der SRG-TV-Formate (hier geht es zur Meldung: Schweizer Business-TV-Sender wird eingestellt). Und wir verlieren auf einen Schlag die wenigen weiblichen Stimmen in diesem Feld. «Die Corona-Krise ist weiblich», habe ich in einer meiner letzten Kolumnen geschrieben. In diesem Sinne habe ich damit vorweggenommen, was uns nun selber passiert.

Wie beurteilen Sie Ihren Wechsel von SRF zu CNN aus heutiger Sicht?

Ich bereue nichts. Die letzten Monate waren eine wertvolle Lebensschule. Ich war als Krisenmanagerin sehr gefordert. Wir haben trotz Krisenmodus neue, frische Formate auf die Beine gestellt.

Was bedauern Sie am meisten?

Wir waren bereit für einen Relaunch am nächsten Montag, wollten endlich mehr Menschen für Wirtschaft begeistern, trockene Daten und Zahlen erlebbar machen, komplexe Zusammenhänge einfach und bildstark erklären. Das werden wir nun nicht mehr tun können. Aber ich verneige mich vor diesem hochprofessionellen und leidenschaftlichen Team. Und ich bin auch zuversichtlich: Solche Menschen finden immer einen neuen Job.

Was nehmen Sie mit von Ihrem kurzen Engagement?

Ich bin zuversichtlich, dass ich die erste transalpine Wirtschaftssendung «#Dachelles» retten kann. Mehrere Medienplattformen haben mir signalisiert, dass sie die Sendung zeigen wollen. Auch für Tanya Königs deutschsprachiges Format HackYourLife sehe ich grosses Potenzial auf anderen Kanälen.

45 Kommentare
    De Stephani

    Ehrlich gesagt mag ich es ihr gönnen. Sie nimmt sich viel zu wichtig, dabei hat sie bis heute noch nichts erreicht, ein bisschen ECO Sendung, Aktuell und schon ist sie die Wirtschaftsjournalistin und nicht zu vergessen ihre Kolumnen im Blick!

    Sie spielt mit ihrer Schönheit, aber es braucht mehr!