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Inspiration fürs HeimkinoDas sind unsere Tipps fürs Streaming

Eine Familie verabschiedet sich von der Grossmutter, ein Mann mit Trisomie 21 reisst aus, und ein mongolischer Polizist passt auf eine Leiche auf.

Die Enkelin schliesst sich der Grossmutter beim Frühsport an: «The Farewell».
Die Enkelin schliesst sich der Grossmutter beim Frühsport an: «The Farewell».
Bild: zvg

The Farewell

Billie (Awkwafina) ist in den USA gross geworden, aber sie hat regelmässig Kontakt mit ihrer Grossmutter, die in der alten Heimat China lebt. Als ebendiese Grossmutter einen tödlichen Lungenkrebs entwickelt, wird ihr das von den Verwandten verheimlicht – sie soll ihre verbleibenden Tage unbeschwert geniessen. Eine gestellte Hochzeit bietet der Sippe die Chance, von der Patriarchin Abschied zu nehmen. Billie hat jedoch Schwierigkeiten mit der ganzen Schwindelei. Lustig und bewegend ist das, aber nie kitschig. Nicht zuletzt ist es auch eine Auseinandersetzung mit kulturellen Unterschieden. (ggs)

Auf Google Play, iTunes, Rakuten TV, Sky, Teleclub

Peanut Butter Falcon

Zak (Zack Gottsagen) hat Trisomie 21 und wurde mangels Alternativen in einem Altersheim verwahrt. Dabei möchte er die Kampfschule seines Lieblingswrestlers besuchen. Eines Tages gelingt ihm die Flucht, und er findet einen Reisegefährten in Tyler (Shia LaBeouf). Eine Pflegerin (Dakota Johnson) soll Zak zurück ins Altersheim holen. Schauspielneuling Zack Gottsagen ist eine Entdeckung, LaBeouf und Johnson schlagen sich aber auch nicht schlecht. Inspiriert von «Huckleberry Finn», lebt der Film von den Landschaften und der Musik der Südstaaten. Da trifft ökonomisches Elend auf Märchenhaftes. (ggs)

Auf Cinefile, iTunes, Hollystar, Myfilm, Sky, Swisscom-TV, UPC

Öndög

In der mongolischen Steppe liegt ein Toter. Das nervt den Polizeichef, der kurz vor der Pensionierung eine ruhige Kugel schieben wollte. Aber die Untersuchungen ziehen sich dahin, deshalb stellt er den Jüngsten seiner Truppe ab, um die Leiche in der kalten Nacht zu bewachen. Zum Glück ist in der Gegend noch eine sehr eigenständige Hirtin, die dem Unerfahrenen zu Hilfe kommt. Die Steppenlandschaft, in der die erste Stunde des Films spielt, wirkt zuerst eintönig, aber in ihrem grossartigen Licht spielt sich die ungewöhnlichste Polizei- und Liebesgeschichte der Saison ab. Die Fortsetzung an neuen Schauplätzen ist später etwas gesuchter – kann aber den hervorragenden Gesamteindruck nicht schmälern. (ml)

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