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Prozess am Bezirksgericht ZürichDas Verhängnis des Polizisten heisst Nina und war bei der Stasi

Ein Fahnder muss vor Gericht, weil er sich auf eine Privatermittlerin einliess, die einst DDR-Spitzel war. Ist er harmlos oder korrupt?

Christina Wilkening auf einem Bild von 1990 im Büro des ehemaligen Stasi-Chefs Erich Mielke.
Christina Wilkening auf einem Bild von 1990 im Büro des ehemaligen Stasi-Chefs Erich Mielke.
Foto: imago stock&people

Bis am 7. April 2017 um 16.20 Uhr war Gerhard Müller (Name geändert) bei der Zürcher Kantonspolizei ein angesehener Fahnder, dem man heikelste Missionen anvertraute. Dann wurde er verhaftet. Seither ermittelt der Mittfünfziger nicht mehr gegen Drogenbanden, organisierte Kriminalität oder Winterthurer Jihadisten. Seither wird gegen ihn ermittelt.

Der Zürcher Kantonspolizist war in etwas hineingeraten. Warum nur liess sich Müller ausgerechnet mit Christina Wilkening alias Nina ein, obwohl er deren Stasi-Vergangenheit kannte? Welcher Teufel ritt ihn, als er mutmasslich 5500 Euro von ihr annahm und ihr dafür, wiederum mutmasslich, Informationen aus dem Polizeicomputer gab? Setzte er tatsächlich für einen Teil eines Monatslohns und ein halbes Dutzend Essenseinladungen seine Karriere aufs Spiel?

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