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Leitartikel zum Sturm aufs CapitolBrandstifter Trump und seine Biedermänner

Sie haben ihm geholfen, die amerikanische Demokratie zu erschüttern, nun flüchten die Gefolgsleute vor ihrem Chef. Der Schaden ist angerichtet.

Sie haben ihn beklatscht, nun kehren die Gefolgsleute einer nach dem anderen Trump den Rücken: Der US-Präsident mit Stabs- und Kabinettsmännern.
Sie haben ihn beklatscht, nun kehren die Gefolgsleute einer nach dem anderen Trump den Rücken: Der US-Präsident mit Stabs- und Kabinettsmännern.
Foto: Evan Vucci (AP Photo)

Trump hin oder her – das schien undenkbar. Doch was sich in der amerikanischen Hauptstadt ereignet hat, ist ein versuchter Staatsstreich, angestachelt von einem gesetzlosen Präsidenten, der auf illegale Weise versucht, sich an der Macht zu halten. «Wir werden die Pennsylvania Avenue runtergehen, ich liebe die Pennsylvania Avenue, und ich werde bei euch sein», peitschte er seine Fans auf. «Ihr müsst Stärke zeigen, und ihr müsst stark und wild sein.» (Hier geht es zum Newsticker.)

Und sie folgten ihrem Anführer in sektiererischer Loyalität. Ausgestattet mit Konföderierten-Fahnen und anderen rassistischen und faschistischen Symbolen marschierten die rechtsradikalen Randalierer über die Prachtstrasse durch die Kulisse der amerikanischen Demokratie. Dann attackiert der Pöbel deren Herz. Das ist das Capitol in Washington, nicht das Weisse Haus, sondern der Sitz des Kongresses am Ende der Pennsylvania Avenue, das gemäss gesetzlicher Vorschrift höchste Gebäude der Stadt. Und hier sollte der Wahlsieg Joe Bidens bestätigt werden.

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