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Schweiz verliert gegen NorwegenTrotz Niederlage läuft für die Handballer alles nach Plan

Das Nationalteam verliert 25:31 gegen Norwegen an der WM, dennoch rückt die Hauptrunde näher.

Diesmal kein Durchkommen: Der Schweizer Topspieler Andy Schmid.
Diesmal kein Durchkommen: Der Schweizer Topspieler Andy Schmid.
Bild: Urs Flüeler (Keystone)

Grundsätzlich wars keine schlechte Leistung. Die Schweiz verteidigte sehr passabel, die Torhüter steigerten sich gegenüber dem Sieg über Österreich. Vorne aber fehlte die Effizienz, um einen Gegner wie Norwegen überwinden zu können. Der WM-Zweite von 2019 war zu gut: in Abwehr, Tor, Konter und Positionsspiel.

Nach starkem Start zum 5:3 leisteten sich die Schweizer sechs Angriffe ohne Tor. Vom 5:9 erholten sie sich, vom 11:12 an wurden sie distanziert. Sie versuchten, den Schaden zu begrenzen, was bezüglich Tordifferenz wichtig werden können. Es gelang recht ordentlich.

Noch läuft in Ägypten alles nach Plan: Eine Niederlage gegen Norwegen musste erwartet werden. Ebenfalls das «normale» Resultat gabs im zweiten Gruppenspiel: Ohne viel Lust auf Abwehr zu verspüren, sicherte sich Frankreich mit dem 35:28 über Österreich den Platz in der Hauptrunde.

Am Montag würde der Schweiz ein Remis gegen Frankreich oder ein Punktverlust Österreichs gegen Norwegen genügen. Sollte Österreich – wider Erwarten – gewinnen und die Schweiz verlieren, sind drei Teams punktgleich, und die Rechnerei mit den Toren beginnt.

Wegen Corona droht Forfait

Corona hat Tschechien und die USA von der WM ferngehalten. Jetzt droht auch Kap Verde Ungemach. Der WM-Neuling konnte nur mit elf Spielern anreisen, nun wurden zwei weitere positiv getestet. Sind nicht zehn Handballer einsatzfähig, setzt es heute gegen Deutschland eine Forfaitniederlage ab. Alles deutet darauf hin.

2 Kommentare
    Pat. J.

    Erfreulich, wie das Team gegen eine Weltklassemannschaft nie aufgegeben hat. Ein bisschen mehr Routine und Cleverness, und 2-3 unglückliche Strafen gegen die Schweiz weniger, wäre eine Niederlage mit max 3 Toren möglich gewesen. Man hat aber auch einmal mehr gesehen: der Schweiz fehlt ein Linkshänder im Aufbau mit Format (auch wenn Raemy bezüglich Einsatz nichts vorzuwerfen ist). Hätte die Schweiz einen Reinkind wie die Norweger, käme auch von rechts mal Druck. Leider ist Lenny Rubins Vater schon zu alt für einen Einsatz... :-))