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Das «Wunder von Madrid»Eindämmung geschafft – ohne harte Massnahmen

Noch vor wenigen Wochen war Madrid das Zentrum der Pandemie in Europa. Nun gehen die Corona-Fallzahlen stark zurück. Wie ist das der spanischen Hauptstadt gelungen?

In Spaniens Hauptstadt sind trotz hoher Infektionszahlen Bars und Restaurants geöffnet.
In Spaniens Hauptstadt sind trotz hoher Infektionszahlen Bars und Restaurants geöffnet.
Foto: Pablo Blazquez Dominguez Getty Images

In Madrid geschieht derzeit Erstaunliches: Die Fallzahlen sinken, die Krankenhaus-Einlieferungen gehen zurück und sogar auf den Intensivstationen ist eine gewisse Stabilisierung spürbar. Die zweite Welle der Corona-Pandemie hat den Rest des Landes fest im Griff, die Zahl der Toten erreicht wieder Werte wie im Frühjahr. Doch in der spanischen Hauptstadt hat sich die Ansteckungszahl in den vergangenen sechs Wochen halbiert. Das kommt überraschend, schliesslich war das Infektionsgeschehen in Madrid noch im September völlig ausser Kontrolle.

Vor wenigen Wochen war Madrid noch das Zentrum der Pandemie in Europa. Inzwischen liegt die 14-Tage-Inzidenz in der spanischen Hauptstadt niedriger als etwa in Berlin, wo man sehr früh Massnahmen ergriff. In Spanien haben nur die Balearen, Galizien, die Kanaren und Valencia noch bessere Werte. Von 6960 Neuinfektionen am 18. September, dem Höhepunkt der zweiten Welle, sank die Zahl der neuen Fälle auf ein Zehntel, auf 627 Neuinfizierte diese Woche Dienstag. In spanischen Medien ist schon die Rede vom «Wunder von Madrid».

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