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Interview mit Leiter Impfkommission«Das Ziel der Impfstrategie ist es nicht, Corona auszurotten»

Die Schweizer Impfstrategie für die erste Phase steht. Christoph Berger sagt, warum in einem ersten Schritt nur die Risikogruppen geimpft werden sollen.

Schon Anfang nächsten Jahres sollen die ersten Menschen in der Schweiz gegen Corona geimpft werden. © Samuel Schalch («Tages-Anzeiger»)
Schon Anfang nächsten Jahres sollen die ersten Menschen in der Schweiz gegen Corona geimpft werden. © Samuel Schalch («Tages-Anzeiger»)
Foto: Samuel Schalch («Tages-Anzeiger»)

Herr Berger, die Impfstrategie der Schweiz konzentriert sich voll auf die Risikogruppen. Soll ich mich als junge Gesunde denn nicht impfen lassen?

Wenn genug Impfstoff da ist, können sich selbstverständlich alle Menschen impfen lassen. Die Frage, die unserer Impfstrategie zugrunde liegt, ist jedoch: Was kann der Impfstoff – und wer ist die Zielgruppe? Beim Moderna-Impfstoff wissen wir, dass er in vielen Fällen vor Covid-19-Erkrankungen und insbesondere vor schweren Verläufen schützt. Ob er auch verhindert, dass das Virus von einem Menschen auf den anderen überspringt, ist aber noch offen. Eine breite Durchimpfung der Bevölkerung steht deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Debatte.

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